Mit Google Analytics das Marketing optimieren

Veröffentlicht am 29.07.2014, Beitrag von

 

Die Zielgruppe besser mit Google Analytics verstehen

 

Google Analytics ist ein mächtiges Analysetool, dass Webmastern dabei helfen kann, ihre Zielgruppe besser zu verstehen. Bei der Erstellung eines Onlineshops oder der neuen Wordpress Seite wird in der Regel auch ein Google Analytics Account erstellt - häufig ohne überhaupt zu wissen weshalb. Erfahrene Blogbetreiber und Online Shops können ihre Zielgruppe jedoch mit nur wenigen Klicks schnell über Google Analytics identifizieren. Wenn du also durch Google Analytics mehr über die eigene Zielgruppe erfahren möchtest, solltest du auch die Möglichkeiten zur Auswertung kennen bzw. kennen lernen.

Um dein Online Marketing auf deine Zielgruppe genau abzustimmen, musst du die demographischen Daten Ihrer Zielgruppe verstehen und ihr durchschnittliches Alter und die Gewohnheiten kennen. Hinzu kommen aber auch viele weitere Kennzahlen, die für deine Marketingstrategie mehr oder weniger relevant sein können. Ebenso kannst du diese Daten für deine Social Media Kampagne nutzen, oder um zielgerichteten Content zu erstellen. Dieser Beitrag ist vor allem an Anfänger gerichtet, die aufgrund der Daten von Google Analytics eine gute Strategie für effektives online Marketing planen und entwickeln können.

Google Analytics Zielgruppenübersicht

Wenn du dich in deinen Google Analytics Account einloggst, kannst du auf der linken Seite den Ordner „Zielgruppe“ ersehen. Von deiner Zielgruppe erhältst du hierbei eine einfache aber sehr nützliche Übersicht, aus welcher du zahlreiche Daten wie zum Beispiel die Absprungrate, durchschnittliche Sitzungsdauer, Anzahl der Sitzungen, Anzahl der Seitenaufrufe und Nutzer feststellen kannst. Dieser Ordner ist in neun Kategorien unterteilt, so dass du unter anderem auch eine Einsicht in demographische Merkmale Ihrer Besucher bekommst.

Einzelne Länder oder Städte sind dann noch separat anklickbar, so dass du eine noch bessere Übersicht und Auswertung für jede einzelne Stadt Ihrer Nutzer bekommst. Um einen noch besseren Überblick zu bekommen empfehle ich dir, das Datum in der Zielgruppenübersicht rechts oben gleich auf einen Monat oder mehrere Monate einzustellen. Ebenfalls rate ich dir, die grafische Übersicht auf „Woche“ einzustellen, da die auf „Tag“ eingestellte Grafik nicht viel aussagt.

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Demografische Merkmale analysieren

Das Geschlecht und das Alter deiner Besucher  kannst du in der „Demographischen Übersicht“ erkennen. Um eine noch gründlichere Auswertung zu bekommen, lässt sich jeder Chart der Altersgruppe noch zusätzlich anklicken. Zusätzliche Daten bekommst du, sofern du in Google Analytics auch so genanntes Tracking durchführst. So erfährst du z.B. welche Zielgruppe mit welchem Alter dir die meisten Einkäufe einbringt bzw. am besten konvertiert. Daraus lässt sich die Conversion Rate schön erkennen und errechnen. Das funktioniert auch schön mit Social Media Tracking z.B. mit Facebook. Auf diese Weise erhältst du einen Einblick in deine Kundenstruktur und kannst zukünftige Werbung exakt auf diese Zielgruppe abstimmen. Wenn für dein Unternehmen nur Nutzer von 25-35 Jahre interessant sind, dann solltest du dich ausschließlich auf diese Gruppe konzentrieren und dementsprechend etwa in deinen Social Media Accounts oder Google Adwords auch nur für diese Altersgruppe werben.

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Interessen und Vorlieben in Google Analytics analysieren

Möchtest du mehr über Interessen und Vorlieben deiner Webseiten-Besucher erfahren, klicke in der Zielgruppe einfach auf den Ordner „Interessen“. Dazu erhältst du drei Reports, an welchen du erkennen kannst, woran deine Zielgruppe interessiert ist. Wenn du aber nur eine leere Seite siehst, so hast du deinen Google Analytics Textcode noch nicht um die entsprechende Zeile ga('require', 'displayfeatures'); erweitert. Google Analytics hat sehr einfach und verständlich die genaue Vorgehensweise dazu erklärt. Nachdem du den Textcode im Header oder Footer deiner WordPress-Seite eingefügt hast, kannst du deine Besucher nach zahlreichen Kategorien unterscheiden und Segmente mit kaufbereiten Zielgruppen einsehen.

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Als Publisher oder Gewerbetreibender kannst du aufgrund dieser Daten deinen Content bzw. deine Anzeige genauer auf die Hauptinteressen Ihrer Zielgruppe ausrichten. Das kann nämlich sehr sinnvoll sein, wenn du schon im Voraus weisst, welche von deinen Besuchergruppen am meisten konvertieren wird. Dazu gehört die so genannte Affinitätskategorie, zusammen mit der kaufbereiten Zielgruppe. In der Affinitätskategorie befinden sich potentielle Kunden für dein Produkt und solche Besucher garantieren höchste Kaufchancen. Andererseits sind Nutzer aus der kaufbereiten Zielgruppe zwar bereit, sich für deine Produkte zu interessieren, im Vergleich zu der Affinitätskategorie jedoch geringer bereit, deine Produkte auch zu kaufen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Google Analytics zum Ecommerce Tracking nutzen kannst.

Geografische Daten in Google Analytics ermitteln

Vor allem bei deutschen Webseiten hilft dir die geographische Auswertung zu erkennen, wie viele Besucher auch jeweils aus der Schweiz und aus Österreich kommen. Die eingehenden Besucher sind in einer Mappe visualisiert und auf der Landkarte kannst du diese ebenfalls nach Land oder Stadt sortieren. Schließlich ergibt es auch wenig Sinn, Content für Menschen aus Düsseldorf zu erstellen, wenn die meisten Besucher aus Leipzig oder Frankfurt kommen.

Die geographische Auswertung deiner Besucherdaten hilft dir dabei, deinen Content zielgerichtet auf deine lokale Kunden anzupassen. Am linken oberen Ende der Karte gibt es weiterhin einige sehr wichtige Punkte, die oft übersehen werden: Zusammenfassung – Website-Nutzung und Ecommerce. Vor allem, wenn du Werbung mit Social Media oder Google AdWords schaltest, können diese Daten sehr wichtig sein, denn auf diese Weise wirst du wissen, wo sich deine Besucher mit der höchsten Conversion Rate befinden.

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Besucherverhalten und Besucherfluss in Google Analytics erkennen

Der Reiter Verhalten berichtet dir, wie viele neue bzw. wiederkehrende Besucher du über einen bestimmten Zeitraum hattest und kannst diese nach Sitzungsdauer oder produzierten Seitenaufrufen gruppieren. Solltest du zum Beispiel herausfinden, dass vor allem die zurückkehrenden Besucher auf deiner Seite etwas kaufen, so solltest du durch so genanntes Re-Targeting versuchen, diese Besucher möglichst wieder auf die Website zu bringen. Google Analytics gibt dir Auskunft darüber, wie sich deine Besucher auf deiner Webseite oder in deinem Online Shop Verhalten.

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Möchtest du deine Besucher langfristig binden, kannst du das etwa durch den Einsatz von Newsletter oder Empfehlungsmarketing-Tools erreichen. Um herauszufinden, welcher Content und Bereich deiner Website für deine Besucher interessant ist, solltest du dir unbedingt den Nutzerfluss ansehen. Der Besucherfluss zeigt dir grafisch auf, welche Seiten sich deine Kunden am häufigsten anschauen. Diese Auswertung kann dir spannende Analysen zum Vorschein bringen und Google Analytics bietet dir dazu drei Auswahlmöglichkeiten, wie du deinem Besucher bzw. seiner Bewegung und Interaktion folgen kannst.

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Kommentare

  1. Sabrina

    29. Juli 2014 at 12:01

    Hi,
    einen sehr schönen Artikel hast du hier. Vor allem die Demografischen Daten finde ich interessant. Habs mir grad mal angesehen und musste feststellen, dass man für die Nutzung noch einen Zusatz beim Datenschutz ergänzen muss. Kannst du mir sagen, wie dieser Zusatz lauten muss. Bei Google habe ich diesbezüglich keine Vorlage gefunden. Wie hast du das denn geregelt?

    LG Sabrina

  1. Taiber Roger

    29. Juli 2014 at 12:10

    Hallo Sabrina,
    Du gehst in Google Analytics auf Zielgruppe > Demographische Merkmale > Übersicht und siehst dann ganz oben den Button „aktivieren“ in Blau. Und dann musst Du noch diese Zeile z.B. bei WordPress einfügen:
    ga(‚require‘, ‚displayfeatures‘);

    Es ist die drittletzte Zeile. Bei WordPress steht der Code zumeist in der footer.php oder header.php Liebe Grüße Roger

    (function(i,s,o,g,r,a,m){i[‚GoogleAnalyticsObject‘]=r;i[r]=i[r]||function(){
    (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
    m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
    })(window,document,’script‘,’//www.google-analytics.com/analytics.js‘,’ga‘);
    ga(‚create‘, ‚UA-XXXXXX-XX‘, ‚ihremusterdomain.de‘);
    ga(‚require‘, ‚displayfeatures‘);
    ga(’send‘, ‚pageview‘);

  1. Sabrina

    29. Juli 2014 at 13:11

    Hi Roger,

    dank dir, aber soweit war ich auch schon. Ich hab gelesen, dass man seinen Datenschutz-Text ebenfalls anpassen muss, weil das Tracking ja nun etwas detaillierter wird. Ich würd gern wissen, was da nun rein muss?

    LG

  1. PR Wochenrückblick KW31 – Die Highlights der Woche

    1. August 2014 at 08:43

    […] Das Google Webanalyse-Tool Analytics bietet Webmastern enorme Potentiale für Webmaster, um beispielsweise die Zielgruppe besser zu verstehen. Um sich genau darüber einen guten Überblick zu verschaffen, stellt der folgende Beitrag Möglichkeiten zur Auswertung vor. Um das Online Marketing auf die eigene Zielgruppe genau abzustimmen, bedarf es u. a. einem genauen Verständnis dafür, demografische Kennzahlen zu verstehen und entsprechend auszuwerten.  Für welche Bereiche das ebenfalls das von großen Nutzen sein kann und welche aufschlussreichen Daten das Tool außerdem verrät, beschreibt Jens Peterssen in: „Mit Google Analytics das Marketing optimieren“. […]

  1. JürgenF3

    29. Februar 2016 at 18:40

    Hallo,

    sehr invormativer Artikel mit vielen erklärenden Bildern. Ich glaube dass man da auch einen ganzen Haufen Geld „beim Fenster rausschmeissen“ kann wenn man da nicht die richtigen Einstellungen vornimmt. Ich bin gerade dabei einen Infoblog zu übernehmen. Tolle Seite mit sehr guten Beiträgen.

 

 

 


 


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