Matt wer?!

Veröffentlicht am 21.01.2014, Beitrag von

 

Und wieder ist die Seo Szene in Aufruhr versetzt. "Uns" Matt hat wieder einen vom Stapel gelassen und schon wird kontrovers diskutiert. "Hat er sie noch alle?" - "Hilfe, ich darf jetzt dies und das nicht mehr machen?" [...]
Was muss diese Seo Gemeinde doch in den vergangenen Jahren für einen Mist gemacht haben, um nun derart paranoid durchs Netz zu schleichen.

 

In seinem neuen Blogpost berichtet Matt Cutts davon, dass immer mehr Leute Gästebeiträge mißbrauchen, um ihre Links unter zu bekommen. Daher solle man bitte  jetzt unmittelbar damit aufhören! Sonst gehts nach hinten los.

Ich meine:
SEO hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Man bemüht sich, guten Content zu liefern und durch Mehrwerte an Links und an Traffic zu kommen. Das ist eine tolle Sache. Genau so toll ist es aber, wenn man als "Experte" in seinem Gebiet einen Gastbeitrag auf einer thematisch passenden Seite verfasst. Ist der Content hochwertig, was soll denn da bitte passieren? Ich bezweifle, dass Google mich abwertet, wenn ich auf anderen SEO- oder Webmaster-Relevanten Seiten über ein Thema berichte, mit dem ich mich sehr gut auskenne.
Eventuell kennt Matt den Unterschied zwischen Gastbeiträgen und Spamblogs nicht. Gastbeiträge sind für mich das, was ich soeben beschrieben habe. Artikel auf Blogs, die nur dazu dienen, dass man ein wenig Text mit Backlink veröffentlicht, können einen Schaden anrichten. Aber das ist doch schon mindestens seit drei Jahren so!

Hinzu kommt außerdem, dass Google doch gar nicht zuverlässig erkennen kann, bei welchen Beiträgen es sich nun um Gastbeiträge handelt, und bei welchen Beiträgen die Links eine natürliche Empfehlung sind.
Oder wie Pip heut erwähnte: "I don't think they'll be able to tackle it, fot those guys that tend to be a bit smarter. The fact that Matt Cutts is blogging (=running a PR campaign) about it just supports this theory. Because IF Google can 'stick a fork', they 'just do it' and Matt Cutts would not spend more than a 140 characters twitter message on it... ". Word!

Leg Matt beiseite und nutze die Zeit für sinnvolles!

Fakt ist, SEO war noch nie so umfangreich und kompliziert wie in 2014, aber auch das ist doch nichts neues. Die Spam Methoden werden immer weniger, es muss viel mehr getestet werden, der Kunde braucht ein größeres Budget für gutes Marketing (und damit sauberes SEO). Andererseits aber hat man weiterhin gute Chancen, mit seinem Wunschkeyword ganz weit oben zu ranken, weil auch die Mitbewerber sauberer arbeiten müssen. Und dann gibt es trotzdem noch eine ganze Reihe Tricks, die man anwenden kann, um an dem Mitbewerber vorbeiziehen zu können. Woher holt man sich diese Tricks? Richtig! Man lässt Matt Cutts links liegen und testet selbst, was funktioniert und was nicht.

Ich habe das Gefühl, dass immer weniger Seos eigene Tests durchführen. Immer wird nur auf andere gehört. Tue dies nicht, tue das nicht, Vorsicht bei der Methode, usw usw. Wenn man nicht selbst probiert, testet und auswertet, dann kann man auch kein vernünftiges SEO betreiben und wird früher oder später den Anschluss verlieren.
Links sind immernoch eine richtig gute Sache, um deine Seite nach vorne zu bringen. Daher sollte man diese Sache ausnutzen. Was für Links funktionieren, welche natürlich sind, welche besonders gut sind, dass solltest du allerdings durch eigene Analysen und Tests herausfinden.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ich zukünftig ein bisschen weniger gejammere und gemotze über das achso schwere SEO auf den sozialen Kanälen lesen würde. Das hat noch nie jemandem geholfen.
Und wer Matt Cutts überhaupt nicht mehr leiden mag, der kann sich ja einen Linolschnitt von Matt Cutts bei Martin Mißfeldt bestellen und diesen als Dartscheibe umfunktionieren (wobei ich glaube, dass der Künstler dieses Werkes etwas dagegen hätte ;)).


Kommentare

  1. jan

    22. Januar 2014 at 10:24

    das finde ich auch so ……..

    es sollte viel mehr getestet werden. denn nur so ist man immer ein schritt voraus

  1. Jan

    22. Januar 2014 at 14:00

    Danke Jens. Genau das habe ich auch gedacht: Wer sich von Matts Beitrag verunsichern lässt, hat wahrscheinlich in irgendeiner Form „Dreck am Stecken“.

    Wer gute Gastbeiträge schreibt, sollte keine Angst haben müssen. Denn wieso soll es einem auf die Füße fallen, wenn man gut vernetzt ist und in renommierten (!) Blogs fundierte (!) Beiträge schreibt. Wie Google gute und schlechte Blogbeiträge auseinanderhalten will, ist mir allerdings – wie Dir auch – schleierhaft. Eher wird Google Blogs als spammy oder seriös klassifizieren und erst dann die Blogger abwerten, die nur dort vertreten sind.

  1. Ritchie Blogfried Pettauer

    22. Januar 2014 at 18:40

    Hehe… sehr treffender Beitrag! Schon witzig zu beobachten, wie ganze Scharen von Lemmingen panisch zurückrudern. Und neu ist da dran gar nix: Linkdropping „Gastbeiträge“ sind schon lange kontraproduktiv, und wer sich redaktionell von Big G gängeln lässt, ist sowieso selber schuld.

  1. andreas

    23. Januar 2014 at 13:00

    SEOs finest Nebelkerzen-Lauf

    Der Big-G Propagandaminister wirft eine Nebelkerze und schon geht die Informations(?)maschinerie an. Ich hab sie, nein ich hab sie, ähh wieso ich hab doch gerad die „hust hust hust“-Information und puste sie in die „ahnungslose“ Internet Welt.
    Manch „Informationsweiterverbreitungsblogger“ ist ja über jeden neuen Schreibgrund froh…
    Auf das die Augen nicht tränen und wir auch morgen wieder pünktlich unsere Prise Schlafsand gestreut bekommen.



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