Hilfe, Google zeigt keine organischen Treffer mehr - die Zukunft eines SEOs

Veröffentlicht am 08.03.2013, Beitrag von

 

Als ich gestern auf Onlinemarketing.de über die aktuellen Thesen zur Zukunft des Onlinemarketing gelesen habe, machte ich mir ebenfalls Gedanken darüber. Sollten die organischen Serps wirklich verdrängt werden, was passiert mit meinen Seiten, vor allem meinen Miniseiten?

Noch werfen diese Art von Seiten gutes Geld ab, bedenkt man vor allem den geringen Aufwand. Dadurch, dass sie alle nur sehr wenige Backlinks und relativ guten Content besitzen, sind sie meiner Meinung nach auch vor Abstrafungen geschützt. Doch das alles bringt mir nichts, wenn Google einmal so richtig ernst macht.
Dann werden wir zu einem Produkt nur noch Adwords Anzeigen sowie zahlreiche Produktads vorfinden. Von organischen Treffern nicht die Spur. Bei rund 90% Marktanteil von Google brauchen wir uns auch keine Illusionen machen, über andere Suchmaschinen ordentlichen Traffic anzugreifen.

SEO ist tot - und nun?

Suche nach Alternativen

Seit 1996 bin ich im Netz und fand es schon damals reizvoll, selbst dort meinen Beitrag zu leisten und Geld zu verdienen. So startete ich meine ersten Websites und schaute mir an, was andere Leute so machen. Meine Frontpage 95 Designergüsse erspare ich euch hier :)
Lässt man diese nun 17 Jahre Revue passieren, so stellt man fest, dass es nahezu unendliche Wege des Geldverdienens gab. Mit eigenen Seiten konnte man schon immer den ein oder anderen Euro (oder D-Mark) verdienen. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Man muss im Onlinebusiness nur stets nach links und rechts gucken, muss immer die Augen offen halten und bereit sein, Neues auszuprobieren.
Auch heute gibt es schon Alternativen zum projektieren von Mini Affiliate Seiten. Ein paar Dinge möchte ich euch aufzeigen:

Dein eigener Onlineshop

Hattest du auch immer zu grossen Respekt davor, einen richtigen Onlineshop zu starten? Angst vor dem Risiko? Kein Platz für deine Ware?
Das ist heutzutage doch gar nicht mehr so. Das Stichwort lautet Dropshipping. Hier erhältst du die Ware für deinen Shop direkt vom Anbieter. Dieser kümmert sich um Versand, Warenrücksendungen und Reklamationen. Du betreibst also lediglich den Onlineshop mit all seinen technischen Aspekten. Außerdem bist du für deine Kunden zuständig. Dein Dropshipping Partner bleibt im Hintergrund. Du hast durch dieses Geschäftsmodell also kein hohes finanzielles Risiko und kannst dich auf deine SEO Fähigkeiten besinnen.

Ist dein Shop gut, bringe ihn in Preisvergleiche, sorge für gute Bewertungen, mache Werbung in passenden Foren oder via Adwords, und schon bist du von organischen Serps nicht mehr abhängig.

Ich starte meinen ersten Dropshipping Shop in den kommenden Tagen und werde sicherlich noch darüber berichten.

Kauf dir deine Besucher

Anstatt viel Geld in Linkaufbau zu stecken, gehe doch einen anderen Weg. Kaufe dir Besucher. Sei es wie oben erwähnt, über Trafficstarke Seiten wie Foren - oder aber über Adwords.

Adwords ist eine tolle Sache. Hier kannst du immer weiter optimieren und deine Conversionrate perfektionieren. Du kannst selbst wählen, für welches Key du vorne stehen willst, du musst nur genug Geld zahlen. Natürlich solltest du schauen, ob sich Affilikrams in Verbindung mit Adwords überhaupt lohnt. Meist sind die Provisionen so gering, das nahezu jeder zweite Besucher konvertieren müsste. Ebenso solltet du dich bei deinem Partnernetzwerk erkundigen, ob du überhaupt Adwords Anzeigen schalten darfst.
Das zu vermarktende Produkt sollte also lukrativ genug sein. Auch hier eignet sich übrigens wieder ein eigener Shop.

Schreib ein eBook

Irgendwie scheint das Zeitalter des eBooks eingetreten zu sein. Jeder, der auch nur halbwegs die Tastatur beherrscht, veröffentlicht sein eigenes eBook. Oftmals haben diese Werke aber sogar ihre Daseinsberechtigung. Wenn du ein Thema also total gut beherrscht, überlege dir, ob ein Ratgeber darüber einen Sinn ergeben könnte. Was könnte den Leser dermaßen interessieren, dass er tatsächlich 10-50 Euro für dein Ebook zahlen wird?
Gerad im Bereich Onlinemarketing gibt es viele eBooks. Wie verdiene ich am
meisten Geld? Wie ist SEO am effektivsten? Wie finde ich die besten Links? Usw.
Aber auch andere Themen sind sehr lukrativ. Wie erlerne ich Instrument x? Wie höre ich mit dem Rauchen auf? Wie mach ich die beste Freundin meiner Schwester klar? :)
Kannst du schreiben, dann schreibe darüber, was du am besten kannst, und du wirst Leute finden, die Interesse an deinem Ebook haben.

Ist dein Buch fertig, solltest du schauen, wie du es am besten promotest. Eine perfekte Landingpage ist ein Muss (Karl Kratz lesen), zusätzlich könntest du sogar ein eigenes Affiliprogramm anbieten. Und: Traffic kaufen.

Miniseiten können trotzdem funktionieren

Trotz dem du keinen Traffic mehr über deine Hauptkeys bekommst, gibt es natürlich noch Wege, anderen Traffic zu generieren. So kannst du mit Hilfe diverser Keyword Tools natürlich nach nicht so kommerziellen Begriffen Ausschau halten. Gibt es dazu keine Produktads oder Adwordsbuchungen, so wird Google sicherlich weiterhin organische Treffer einblenden. Nun musst du für guten und passenden Content sorgen und den Besucher sorgfältig dazu hinführen, dass er bei dir bestellt. Das wird zu Lasten der Conversion gehen, aber da musst du durch.
Des weiteren solltest du dich von Links verabschieden, die keinen Traffic bringen. In Zukunft wird es wohl so sein, dass nur Trafficstarke Links gute Links sin. Such dir also gute Trafficquellen. Nutze Social Media und Foren. Sei kreativ.

Gibt es weitere Methoden, die ohne den Einsatz klassischer Suchmaschinenoptimierung lukrativ sein können? Ich freu mich auf eure Kommentare.
Aber nicht vergessen: Noch funktionieren Miniseiten sehr gut. Auf Grund des geringen Aufwands sollte man diese nicht vernachlässigen. Aber ein neues Standbein kann nie Schaden.


Kommentare

  1. Andy

    8. März 2013 at 10:50

    Schöner Artikel!

    Meinst du wirklich AdSense, oder doch AdWords?

    Gruß
    Andy

    • Jens

      8. März 2013 at 10:56

      UPS danke für den Hinweis Andy
      Kommt davon wenn man zig Dinge gleichzeitig macht.

    •  
  1. August

    8. März 2013 at 11:36

    Hey Jens!

    Zu Onlineshops: Ich kann da Deine Meinung nicht teilen. Gerade Dropshipping ist ein Modell, das kontinuierlich abnehmen wird. Bei zunehmendem und kanibalisierendem Wettbewerb kann man weder Adwords, noch sonst etwas dauerhaft profitabel Betreiben, hat gleichzeitig aber den Aufwand vom Support etc.

    Ein eigener Einkauf mit Fulfillment-Dienstleister ist hier zurzeit m.E. die beste Schnittmenge aus Aufwand/Ertrag.

    Wo sicher noch sehr viel Potenzial ist, sind die Ebooks bzw. der Verkauf von Infomaterialien. Hier ist einfach die Zielgruppe so unendlich groß

    Viele Grüße

    August

    • Jens

      8. März 2013 at 12:24

      Danke für deinen Beitrag.
      Aber Dropshipping ist doch für den Anbieter sehr bequem. Er hat seine festen Margen und kann sich komplett auf die Logistik konzentrieren. Hätt ich ein großes Warenlager, würd ich das auch machen.

      • August

        9. März 2013 at 15:16

        Klar, für die Anbieter ist das super. Von der Seite sehe ich auch kein Problem. Vielleicht wächst das auch noch.

        Ich glaube nur, dass es mit einem Fokus von 2-3 Jahren für die Dropship-Shopbetreiber sehr hart wird, noch Geld zu machen.

        Es gibt in vielen Bereichen Großhändler, Hersteller etc, die Online verschlafen haben, aber auch (ggf. mit Zweitmarken) in die Märkte kommen werden. Und die können mit Margen arbeiten, mit denen sonst keiner mithalten kann (bzw. nur die wirklich großen).

        D.h. sie können mehr für Links ausgeben, mehr bei Adwords zahlen. Wenn sie dazu einigermaßen gut beraten werden und der Traffic convertiert, wird es nochmal deutlich härter, als es heute schon ist.

        Da müssen dann die schlechten Shops den Markt verlassen. Und das sind allen voran die Dropshipping-Shopbetreiber. Einfach weil ihre Marge zu schlecht ist oder die Preise zu hoch.

      •  
  1. Ivo

    8. März 2013 at 13:14

    Hi zuzsammen,

    ich finde Dropshipping auch recht interessant. Zumal ich seit einiger Zeit selbst in dem Bereich tätig bin. Hier kommt es aber immer auf Produkt/Anbieter/Zusammenarbeit an. (Kann nur sagen, dass es mich den einen oder anderen 1000er gekostet hat, weil einem das Blaue versprochen wurde.)

    Der Grundgedanke, dass Google keine organischen Treffer mehr anzeigt, ist sicher nicht so abwägig, wie sich einige derzeit denken. Um dem zu entgehen, sollten sich andere Trafficquellen schon jetzt geschaffen werden. (solange es noch organischen Traffic gibt)

    Auch wenn es so einen „negativen“ Touch hat, so finde ich den Aufbau von Emaill-Listen höchst interessant. Weiterhin sind Backlinks, die auch Traffic bringen, eine gute Sache. Nur dafür muss man etwas tun.

    Grüße Ivo

  1. Mike

    8. März 2013 at 14:25

    Alternativen wären noch der Traffic aus sozialen Netzen, Twitter Accounts und Xing.

  1. Sebastian

    8. März 2013 at 15:08

    Hi,

    ich sehe das ähnlich wie August. Imho denke ich, dass Du mit Dropshipping gut in den Markt einsteigen kannst.
    In der 2. Stufe würde ich allerdings das ganze mit einem Fulfillment Anbieter fahren.

    Viele Grüße,

    Sebastian

  1. Timo Philip Burmeister

    9. März 2013 at 09:55

    Hi Jens,

    mal wieder ein sehr schöner Artikel, der mich wieder auf viele neue Ideen bringt. Für Impulse ist dein Blog echt sehr gut geworden!

    So genug des Lobes, hast du zufällig schon Erfahrung mit http://www.dropshipping.de/ gemacht? Oder wo bekommt man seriöse Lieferanten her? Das wäre noch eine offene Frage…

    Danke und Gruss
    Timo

    • Jens

      9. März 2013 at 13:52

      Danke für deinen Beitrag.

      Ja, Dropshipping.de ist recht gut und hat eine ordentliche Datenbank. Allerdings haben viele Shops auch eine eigene Dropshipping Unterseite, wenn sie dies anbieten. Also einfach mal nach deinem gewünschten Themengebiet sowie Dropshipping suchen und evtl findest du auch so was.

      Gruß
      Jens

      • Timo Philip Burmeister

        10. März 2013 at 10:22

        Hi Jens,

        danke für deine Antwort. Habe einen interessanten kleinen Nischenhändler gefunden…
        Nun würde mich natürlich auch die weitere Vorgehensweise gerade in Hinblick auf Etablierung eines solchen Projektes interessieren.
        Vielleicht schreibst du ja ein wenig was zu deinem Projekt! Bin gespannt.

        Gruss
        Timo

        • Jens

          10. März 2013 at 13:29

          Wenn es soweit ist, werde ich auf jeden Fall darüber berichten.

        •  
  1. Peter Scha.

    10. März 2013 at 10:13

    Hallo Jens,

    ich denke, daß es momentan vielen so geht. Die bisher typischen Online-Einnahmen (Klick, Provisionen,…) werden weniger, bzw. man muß immer mehr Zeit investieren, um die Einnahmen zumindest konstant zu halten.
    Da schauen sich viele nach neuen bzw. zusätzlichen Einnahmequellen um. Dazu gehört sicherlich auch der Dropshipping-Bereich. Ich war auch als Dropshipper unterwegs. Mit der Zeit entwickelte sich dieser Bereich bei mir immer mehr. Natürlich stieg der Zeitaufwand und auch die auftretenden Probleme mit dem Auslieferer wurden mehr. Irgendwann kam ich an den Punkt, wo ich mich fragte, warum ich die Artikel eigentlich nicht selbst einlagern und versenden sollte. Eine Lagerhalle, Büro, Warenlager und … mußten angeschafft werden. Durch den Einstieg ins Dropshipping wechselte ich also praktisch vom Online-Marketer zum Online-Handel.
    Meiner Einschätzung nach verlagern sich bei vielen momentan die Einnahmequellen.

    • Jens

      10. März 2013 at 13:31

      Danke für deine Nachricht. Natürlich schafft man im Idealfall den Weg zum eigenständigen Händler, sollte Dropshipping erfolgreich anlaufen und man dort an Grenzen stoßen. Das wäre ja nicht negativ.

    •  
  1. Ralf

    13. März 2013 at 23:11

    Hi Jens,

    hast Du dich schon nach einer Shopsoftware umgeschaut?

    • Jens

      14. März 2013 at 05:42

      Ich spiele schon seit längerer zeit mit magento rum. Ist sehr beeindruckend.
      Für meinen kommenden Shop nutze ich aber wahrscheinlich eine andere. Darüber schreibe ich sehr bald.

    •  
  1. Willy

    15. März 2013 at 09:33

    finde es schon irgendwie erschreckend, wie abhängig diese ganzen bisherigen und wahrscheinlich zukünftigen Geschäftsideen vom „Monopolisten“ Google geworden sind – hustet G. müssen sich alle neu einrichten!
    Schnell sind so mühselig aufgebaute Websites ein Spielball



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