Drei unterschiedliche Methoden des Linkaufbaus für Minisites

Veröffentlicht am 20.06.2014, Beitrag von

 

Nach sehr langer Zeit gibt es heute einmal wieder etwas von mir zu lesen. Mit Begeisterung habe ich viele Arten der Projektierung zur Nischenseitenchallenge verfolgt. Dabei habe ich festgestellt, das viele Webmaster und Seos komplett unterschiedlich an den Linkaufbau herangehen. Dies hat auch mir zu denken gegeben, und so habe ich in der letzten Zeit sehr viel herumexperimentiert, worüber ich nun berichten möchte.

 

Linkaufbau für Minisites - noch wichtig?

Ich habe immer dafür plädiert, bei Minisites den Fokus auf guten Content zu setzen. Backlinks benötige man dann kaum noch. Das stimmt, soweit ich das sehen kann, nur zum Teil. Es hängt natürlich sehr mit deiner insgesamten Strategie zusammen, in wie weit du Linkaufbau betreiben möchtest und welche Art des Linkbuildings du schließlich wählst. So habe ich zum Beispiel in der Vergangenheit sehr gerne sehr viele Minisites gebaut, weshalb ich nur zu Beginn ein paar Links gesetzt habe und den Rest der Zeit überlassen habe. Die meisten Seiten rankten binnen 3-6 Monaten ohne weiteres zutun in den Top 10. Manche natürlich nicht, aber so ist das halt. Nun habe ich allerdings in letzter Zeit bemerkt, dass die Zeitspanne bis zu guten Rankings bei geringem Linkaufbau größer geworden ist. Man muss schon eine Menge Geduld haben, bis die Seiten endlich ranken. Das ist natürlich unbefriedigend - also habe ich einmal getestet, was für Arten des Linkbuildings denn nun ebenfalls in Frage kommen könnten. Die Ergebnisse waren heftig ;)

Methode 1 - guter Content, wenig Links

Die Methode habe ich, wie oben bereits erwähnt, fast ausschließlich angewendet. Ich wollte viele Seiten online stellen - da man so ja auch einen gewissen Wert erschafft. Daher war mir das schnelle Ranken der Seite nicht wichtig.
Beim Content setze ich hier meist auf WDF*IDF sowie Google Suggest. Dann lasse ich wirklich guten Content schreiben, der den Leser auf der Seite hält und im Idealfall zum konvertieren bringt.
Damit die Seite in den Google Index findet, melde ich sie bei den WebmasterTools an, und setze eine handvoll Links. 1-2 SocialBookmarks (von guten Seiten), 1-2 Kommentare auf passenden Blogs, sowie 1 Link aus meinem eigenen Netzwerk. Dann hieß es abwarten und weitere Seiten bauen. In den ersten Wochen tat sich meist recht wenig, doch dann sag das Bild für gewöhnlich so aus:

kw-verlauf methode 1

Man sieht, dass recht wenig Keywords in den Top 10 ranken. Das liegt daran, dass man sich 1. für ein Hauptkey entschieden hat und dieses pusht und 2. durch eine geringe Anzahl an Backlinks und somit auch wenig unterschiedlichen Linktexten keine Longtails großartig optimiert werden können. Durch den guten Content allerdings hofft man natürlich auch später auf freiwillige Verlinkungen anderer Seiten, wodurch es dann also fast wie von alleine besser werden kann.

Für wen ist diese Methode?

Wenn du ein hohes Pensum an Minisites schaffen möchtest und du es nicht so eilig hast, dass diese ranken, ist das eine gute Sache. Du veredelst deine Domains und schaffst so einen höheren Wert, den du i.d.R. immer wieder herausbekommst. Wenn dann eine Domain wider erwarten schneller und sehr gut rankt - umso besser.

Methode 2 - besserer Content als die Konkurrenz - gleiches Linkprofil nachbauen

Eine Methode, um seine Wunsch-Rankings schneller erzielen zu können, ist diese zweite Methode. Hier richtest du dich komplett nach der Konkurrenz. Du schaust, was für Content diese bereit stellt und versuchst es (was ja eigentlich immer so sein sollte) eine bessere Seite online zu stellen. Doch nicht nur hier orientierst du dich nach der Konkurrenz - auch beim Linkaufbau schaust du dreist ab.

Linktool anwerfen

Mein absoluter Favorit derzeit ist Majesticseo. Hier bekommst du auf schnellstem Wege einen ersten, guten Eindruck über die Qualität der Backlinks der Konkurrenz. Möchte ich zum Beispiel (wirklich gerad spontan von mir gewählt) mit einer Seite zum Thema "Kühlschrank Test" ranken, so schaue ich mir zunächst die Serps an. Dort sehe ich, dass kuehlschrank.com auf Rang 1 steht. Ich schmeiße Majesticseo an und sehe, dass die Seite eine Domainpop von 83 hat. Ich schaue mir die linkgebenden Seiten genauer an.

backlinks nachbauen majesticseo

Wenn man mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickelt hat, was für Links tatsächlich gut sind und nicht zu spammy wirken, dann hat man relativ schnell eine Liste mit potenziellen Backlinks zusammen. Es lohnt sich ebenfalls, einen Blick auf den Trustflow zu werfen. Ist dieser größer als 15, dann ist das meist eine recht ordentlich geführte Website, von der man ruhig einen Link nehmen kann.

Natürlich kannst du dir auch noch die Backlinks der anderen Seiten in den Top 10 ansehen, um weitere gute Backlinkquellen zu finden.
Hast du deine Liste schließlich fertig, so kannst du mit dem Linkbuilding beginnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn man in der ersten Woche die meisten Links, an die man leicht kommen konnte, nachbauen konnte, es dann schon relativ schnell hoch geht mit den Rankings. Natürlich schadet es nicht, wenn man ein paar gute Links nachlegt, die die Konkurrenz nicht hat. Das gibt einen weiteren Schub. Setze also ruhig auch die Links, die du in Methode 1 gesetzt hättest.

Für wen ist diese Methode?

Jeder, der die Zeit hat, fremde Linkprofile zu analysieren und halbwegs nachzubauen, sollte dies einmal testen. Erfolge sind relativ schnell sichtbar, meist schon nach wenigen Wochen. Man sollte allerdings ein wenig Erfahrung im Linkaufbau haben, damit man nicht die falschen Backlinks nachbaut und eine Abstrafung riskiert.

Methode 3 - Private Blog Networks

Diese Methode ist gerade durch die Nischenseitenchallenge extrem hochgekocht worden. Auf Rankboost.de findet ihr eine ausführliche Anleitung, wie man sich ein Private Blog Network (PBN) aufbauen kann. Auch ich habe diese Methode in den letzten Wochen verstärkt getestet. Ich hatte noch einige Expired Domains mit relativ guten Werten rumliegen, also habe ich ein paar Blogs ins Leben gerufen, welche gezielt nur meine "Moneysite" pushen sollen.

Vorteile PBN

Zu allererst ist ein Link von einer starken Expired Domain (welche ein gesundes Linkprofil hat, also noch nicht missbraucht wurde) ein exklusiver Link zu deiner Moneysite. Diesen Link kann dir niemand nachbauen! Darüberhinaus haben diese Links in der Regel sehr viel Power. Man kann schon einen ordentlichen Satz nach vorne machen, wenn man die richtige PBN Strategie wählt.

Nachteile PBN

Nicht jede Expired Domain eignet sich für ein PBN. Das Linkprofil muss, wie schon oben erwähnt, sauber sein. Domains, die ein Majestic Seo Trust Flow kleiner als 15 haben, sollte man sich gar nicht erst ansehen (da wäre der Aufwand zu groß - sprich: man würde zu viele Expired Domains benötigen, um seiner Seite einen Boost zu verpassen - aber auch hier gibt es manchmal Ausnahmen). Die Suche nach solchen Domains ist mit einem sehr hohen Aufwand verbunden. Jede Domain muss tatsächlich manuell geprüft werden. Sind die eingehenden Links gut? Sind die Linktexte natürlich? Usw usw.

Wo wir beim Aufwand sind: Es kostet natürlich mehr Zeit, einen passenden Webspace (Unique Class C IP) zu finden, die Domain zu konnektieren, seine Whois Daten zu schützen (oder zu fälschen?) und einen Blog aufzuziehen. Hat man das halbwegs optimiert, so entstehen pro Blog (bei einem angesetzten Stundenlohn von 70€) inkl. Texting und Domain etwa 150€ Kosten. Je nach Qualität der Domain sind nach oben keine Grenzen gesetzt (ich habe auch schon einmal eine Expired Domain für mein Netzwerk für über 2.500USD gekauft).

Zu guter letzt kann man sich auch nicht immer sicher sein, ob der Blog tatsächlich funktioniert. Sieht deine Konkurrenz, was du da machst, kannst du auch leicht verpetzt werden und sämtliche Links werden entwertet (oder schlimmeres geschieht). Nichtsdestotrotz ist ein PBN eine gute Sache.

Für wen ist diese Methode?

Wer die Geldreserven, freie Texter, sowie Ahnung von Linkaufbau (die Links und Linktexte sind hier der Schlüssel - hier kann man viel falsch machen) und Expired Domains hat, der sollte sich mit diesem Thema beschäftigen. Ich kenne keinen effektiveren Weg, seine Nischenseite nach vorne zu bringen.

Fazit Linkaufbau für Minisites

Hast du viele Websites, so solltest du dich mit allen Methoden einmal befassen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was funktioniert und was nicht. SEO ist ein tägliches experimentieren. Du brauchst eine eigene Spielwiese, um zu sehen, mit welchen Methoden du wie weit kommst. In Zeiten vom Pinguin ist es natürlich umso wichtiger, sein Linkprofil ausgewogen wachsen zu lassen. Mixe die verschiedenen Arten von Linkaufbau, besorg dir noch weitere schöne Links (auch ein Wikipedia Link ist in der Regel nicht verkehrt) und deine Seite sollte relativ sicher sein. Gerade Nischenseiten lassen sich damit sehr gut nach vorne bringen - sogar im Finanzbereich, was Rankboost ja eindeutig bei der Nischenseitenchallenge bewiesen hat.


Kommentare

  1. Serkan

    21. Juni 2014 at 13:05

    Ich setze persönlich immer auf die Methoden 1 und 2

  1. Tobi

    22. Juni 2014 at 10:54

    Damit fährt man langfristig gesehen auch definitiv besser ?

  1. Michael

    22. Juni 2014 at 11:20

    super Artikel. Ich versuche mich auch, wie Serkan an die Methoden 1 und 2 zu halten.
    Finde aber, dass das irgendwie immer schwerer wird und vor allem zeitaufwändiger.

  1. Eine neue Tee Seite

    24. Juni 2014 at 17:34

    […] […]

  1. Farbentour

    2. Juli 2014 at 13:24

    Methode 3 hört sich reizvoll an..ist aber auch ein Spiel mit dem Feuer. Du hast wirklich 2.500 USD für eine Domain bezahlt? Ich hoffe dieser Kauf der Domain hat sich gelohnt ?

    • Jens

      2. Juli 2014 at 21:37

      Hi, klar ist es ein Spiel mit dem Feuer. Von heut auf morgen kann Google sagen: Stopp, nu reichts. Aber man kann das ganze schon sehr gut verstreuen. Ich fahre mit dieser Methode bei einigen Seiten sehr gut.
      Und die Expired Domain, für die ich vor über 4 Jahren 2.500USD bezahlt habe, zieht heute noch wie Sau ?

    •  

  1. SEOCouch - Heiko

    6. Juli 2014 at 17:23

    Die Frage nach der „richtigen Methode“ richtet sich für mich auch immer nach dem Risiko welches man gewollt ist einzugehen. Wer die Möglichkeit für Methode drei hat, der kann hieraus sicherlich auch seinen Vorteil generieren ;o)

  1. jan

    24. Juli 2014 at 21:51

    Ich setze auch auf die Methoden 1 und 2….

  1. Robert

    4. August 2014 at 00:19

    Methode 1 + 2 sind sicher am meisten vertreten. Zumindest als Hobbyblogger und Besizter einer Webseite, die nebenbei ein bissle Geld verdienen wollen. Trotzdem schöner und guter Artikel !

    Liebe Grüße und weiter so
    Robert

  1. Jan

    13. August 2014 at 11:22

    Ich würde eher 1und 2 bevorzugen, aber 3 ist unwahrscheinlich verlockend.
    Muss man dafür tief in die materie eintauchen oder ist das relativ einfach händelbar?

  1. Jo-Chen

    1. September 2014 at 11:00

    Hallo Jens,
    super Artikel, danke dafür:-) Ich habe einige Fragen, vielleicht könntest Du kurz was dazu sagen:
    1.) Was ist Deine Definition einer Mini-Site? Wieviel Unterseiten haben die ca.?
    2.) Wie haben sich die Mini-Sites mit den letzten Updates entwickelt? Sieht Google die Mini-Sites als „kompetent“ an?
    3.) Wor treibst Du gute Textbroker auf;-)?

    Viele Grüße

    Jochen

  1. Nina

    2. November 2015 at 17:44

    Ich würde eher 1und 2 bevorzugen, aber 3 ist unwahrscheinlich verlockend.
    Muss man dafür tief in die materie eintauchen oder ist das relativ einfach händelbar?


 


 


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