Social Media Links – die Links von morgen

Veröffentlicht am 31.03.2015, Beitrag von

 

Backlinking goes social – warum Social Links an Relevanz gewinnen

 

Menschen im großen Maß zu erreichen, ist das mit höchste Ziel einer Website. Um sich an dieses Ziel anzunähern, kämpfen die Betreiber von Internetseiten um eine möglichst hohe Platzierung in Suchmaschinenergebnissen. Da Google bis heute die Suchmaschine mit der höchsten Traffic-Rate ist, geht es hierbei in erster Linie um die höchstmögliche Platzierung von Internetseiten in den Google-Suchergebnissen. Drei miteinander eng vernetzte Bereiche haben auf die Höhe der Platzierung Einfluss:

  • Die Content Strategie
  • Die Suchmaschinenoptimierung von Content und Seite
  • Die Social Media Strategie

Der Content einer Seite muss zum Beispiel gut und exklusiv genug sein, um von anderen Website-Betreibern an die eigenen User weiterempfohlen zu werden. Der Beweis für guten Content, der eine hohe Suchmaschinenplatzierung verdient, ist für Google daher das Backlinking. Es kommt nicht von ungefähr, dass der Marktführer in grauer Vorzeit als "BackRub" bekannt war, denn die sogenannten Backlinks haben mit den größten Einfluss auf das Google-Ranking. Eine Internetseite, die von anderen Webpräsenzen durch Verlinkung an die eigenen User weiterempfohlen wird, erhält durch diesen Vorgang auf direktem Wege mehr Traffic, da sie durch diese Empfehlung mehr User erreicht. Zum anderen steigt sie zeitgleich mit dem Anstieg ihrer Backlinks auch im Google Ranking, was für eine zusätzliche Steigerung von Reichweite und Traffic sorgt. Googles Algorithmen durchsuchen das World Wide Web daher ununterbrochen nach Backlinks, um sie in das Ranking einfließen zu lassen. Zunächst ist die Spannweite von Backlinking aber begrenzt, da sich diese Art von Linkbuilding auf Menschen konzentriert, die selbst eine Website betreiben. An dieser Stelle kommt Social Media ins Spiel. So gut wie jeder Mensch ist heutzutage auf einer der fünf wichtigsten Social Media Plattformen vertreten und kann über diese Plattformen auch ohne eigene Website Link-Empfehlungen an seine Freunde herausgeben. Neben solcherlei Social Signals spielen dabei indirekte Backlinks eine Rolle, denn sobald ein Inhalt auf einem Sozialen Netzwerk populär ist und genügend weit verbreitet wird, gelangen auch Blogger und andere Betreiber von Internetseiten an den Inhalt, was sie eventuell zur Verlinkung auf ihrer eigenen Seite anregt. Linkempfehlungen und indirektes Backlinking über Soziale Netzwerke werden für das Ranking in Zukunft daher eine bedeutende Rolle spielen. Aktuell lässt sich dieser anlaufende Trend bereits an verschiedenen Beispielen nachvollziehen.

Tweet, Tweet – wie Twitter Standards für die Google News setzt

Twitter ist für die Google-News-Platzierung ein Ranking-Faktor, so viel ist klar. Ehemals war die Social Media Plattform für Google über eine Schnittstelle problemlos zugänglich, was die Verwendung von Daten für das Google-Ranking stark vereinfachte. Die analysierten Inhalte von Twitter gaben Google einen Hinweis auf sekundenaktuelle Trendthemen. Links, die genügend User über Retweets und Reposts verbreitet hatten, stiegen in der Google-News-Platzierung deutlich auf. Mittlerweile hat Twitter das Abkommen mit Google aber beendet. Die Schnittstelle ist dem Marktführer daher nicht mehr zur uneingeschränkten Analyse von Inhalten zugänglich. Nichtsdestotrotz spielt Twitter für die Suchmaschinenoptimierung noch immer die vermutlich größte Rolle unter allen Social Networks, da die weitest gehende Transparenz der Plattform Google auch ohne das Abkommen noch immer ermöglicht, die erforderlichen Daten zu crawlen. Zu ähnlichen Bedingungen, wie auf Twitter, lassen sich auch über GooglePlus geteilte Inhalte als Empfehlungen einschätzen und in die Suchmaschinenplatzierung aufnehmen. Google will das bislang allerdings nur in klar begrenztem Maße getan haben. Im Bezug auf Facebook haben verschiedene Korrelationsstudien einen Zusammenhang zwischen Google-Ranking und sogenannten Social Signals, wie SharesLikes und Comments, angedeutet. So seien hoch kommentierte, geteilte und gelikte Inhalte auf Facebook in der Regel die Inhalte mit einem höheren Google-Ranking. Man geht gegenwärtig aber eher davon aus, dass das hohe Google-Ranking für die vielen Likes, Shares und Comments verantwortlich ist, statt einen anders herum gerichteten Zusammenhang anzunehmen.

Hausverbot für Googles Algorithmen – diese Probleme machen Social Links

Aktuell sieht sich Google in der Verpflichtung, mit den gewonnen Informationen über Social Links vorsichtig umzugehen. Einer der wichtigsten Gründe hierfür ist die Tatsache, dass die Berücksichtigung von Social Links in Google-Suchmaschinenplatzierungen zum Missbrauch auffordern könnte, der bislang wiederum nur schwer für Google durchschaubar wäre. Baut sich jemand beispielsweise Dutzende verschiedene Social Media Profile auf und generiert so selbst seine Social Links, so bliebe das von Google in der Regel unerkannt. Der Marktführer bräuchte uneingeschränkten Zugriff auf die Userdaten der Netzwerke, um Missbrauch auszuschließen und die Vertrauenswürdigkeit sowie den Einfluss einzelner Linkbuilder einzuschätzen. Nur wenn diese Einschätzung aber möglich ist, lassen sich tatsächliche Empfehlungen aus Social Links filtern. Eine zweite Anforderung, die bislang nicht erfüllt werden kann, ist die Überprüfung auf Themenrelevanz. Wenn unter ein Musik-Video auf Facebook zum Beispiel ein Link zu einem Fahrradverleih gesetzt wird, müsste man eher von Spam als tatsächlichen Link-Empfehlungen, bezogen auf einen bestimmten Bereich, ausgehen. Auf Plattformen, wie Facebook und YouTube ist die Überprüfung all dieser ausschlaggebenden Faktoren schon durch die Log-In-Anforderung nicht möglich, die sich beim Zugriff auf bestimmte Bereiche der Netzwerke stellt. Für Algorithmen bleiben diese Bereiche und so auch darin enthaltene Links daher uneinsehbar. Dasselbe gilt für geschützte Nutzer-Profile und deren persönliche Daten.

Erfolgsstrategie Social Media Netzwerk - wie Webseiten-Betreiber sich vorbereiten sollten

Trotz der Einschränkungen, die Social Linkbuilding bislang als wirksames Tool zur Ranking-Steigerung erfährt, sind Internetseiten auch heute schon wegen der direkten Reichweitensteigerung durch Linkempfehlungen auf Sozialen Netzwerken zwingend auf leicht verbreitbare und so für Soziale Netzwerke taugliche Inhalte angewiesen. In nicht allzu ferner Zukunft wird sich Backlinking voraussichtlich ohnehin auf den Social Media Bereich konzentrieren, da immer fortentwickelte Technologien und gegebenenfalls neue Abkommen zwischen Suchmaschinen und Sozialen Netzwerken die bis lang noch fehlende, umfassende Analyse von Social Links irgendwann ermöglichen werden. Wenn es soweit ist, sollten Website-Betreiber idealerweise längst über ein Soziales Netzwerk in gewissem Umfang verfügen. Dieses Netzwerk baut sich nicht innerhalb weniger Stunden auf, sondern braucht seine Zeit und sollte bereits bestehen, wenn Google und Co. einen Weg um die Uneinsehbarkeit und fehlende Verifizierbarkeit bestimmter Links gefunden haben. Für Website-Betreiber heißt es daher auch heute schon, den Content auf Soziale Netzwerke zu optimieren und fleißig an Strategien für das Social Media Marketing zu arbeiten. Auch Social Linkbuilding kann heute schon angegangen werden. Obgleich es aktuell noch keine hohen Auswirkungen auf das Ranking haben wird, kann sich das von einem Tag zum anderen ändern – wenn dann bereits genügend Social Links bestehen, kann das ein großer Vorteil gegenüber Konkurrenten sein.


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