Landingpage Tutorial Teil 3a - was muss ein Wordpress Theme können?

Veröffentlicht am 26.06.2013, Beitrag von

 

So, nachdem die Texte für meine beiden Mikrosites nun endlich da sind, kann es weiter gehen mit der Projektierung. Natürlich benötigen wir ein schönes Wordpress Theme. Doch hier gibt es eine Menge zu beachten. Im Folgenden versuche ich ein paar Hilfestellungen zu geben, damit ihr ein geeignetes Theme finden könnt.

 

1. Sauberer Quellcode

Wenn ihr ein schönes Theme gefunden habt, schaut euch zunächst den Quellcode an. Sucht ihr wie ich oft bei Themeforest, so müsst ihr bei der Templatevorschau auf "Remove Frame" klicken, bevor ihr mit der rechten Maustaste auf "Quellcode anzeigen" klickt.
Schaut euch zunächst den Head Bereich an. Sämtliche Javascripts und CSS Snippets sollten in eigene Dateien ausgelagert werden. Sind dennoch Javascripts im Quellcode enthalten, so sollten sie raus aus dem Kopfbereich und ans Ende der Seite gesetzt werden.

Bei kostenlosen Themes kann man selbst im Quellcode herumspielen, um zu sehen, oben man auch tatsächlich alles ausgelagert bekommt. Bei kostenpflichtigen Themes kann man vor dem Kauf logischerweise nichts ausprobieren. Also sollte hier der Code bereits recht sauber sein.

2. Schneller Aufbau

Was bringt die schönste Seite, wenn sie ewig lange laden muss?
Es gibt ja mittlerweile eine Menge Seiten, auf denen sich die Ladezeit von Websites messen lässt. Sollte man hier und da evtl. auch einmal austesten. Negativ soll es sich angeblich ja laut Cutts noch nicht auf Rankings auswirken, aber wenn auf Grund von längeren Wartezeiten potenzielle Kunden abspringen, hat man auch nichts gewonnen.

3. Saubere Strukturierung der Überschriften

Es gibt viele Themes, bei denen das Logo in einen H1 Tag gesetzt wurde. Das ist natürlich Mist. Wir wollen hier Flexibilität.
Der H1 Tag ist sehr wichtig und sollte für jede Unterseite anders gewählt werden. Er sollte bestimmte Keys enthalten. Aus dem Grunde sollte man ihn nicht für das Logo verwenden.
Oft reicht es, wenn der Seitentitel, den ihr vergebt, in H1 umhüllt wird. Bei manchen Themes kann man das aber auch bewusst abschalten. Hier könnt ihr dann einen freien H1 Tag direkt in den Content schreiben. Beides ist okay. Bei Minisites reicht erste Variante auf jeden Fall aus.

Spätere H2 oder H3 Tags werden direkt in den Text eingearbeitet. Daher sollte man auch darauf achten, dass sonst keine dieser Tags automatisch in den Quellcode integriert werden. Manche Themes nutzen zum Beispiel H-Tags in der Sidebar. Das ist denkbar Suboptimal.

4. Sonstiges

Alles in allem sollte das Theme bequem anpassbar sein, oder im Idealfall einen eigenen Adminbereich haben. Hier kann man oft noch eigene Logos hochladen, Schriftarten und Größen einstellen und vieles mehr.
Die Seite muss halt auf den Besucher angenehm wirken. So sollten zum Beispiel auch Bilder an der richtigen Stelle platzierbar sein (und kein Padding von 0 Pixeln haben, also nicht direkt an den Text drangeklatscht werden).

Nachtrag:
Natürlich sollte das Theme heutzutage auch auf mobilen Endgeräten schön aussehen. Gerade diese "Gerät Test" Seiten schauen sich sicherlich viele Leute an, die gerade bei Saturn stehen und einen Testbericht suchen. Also wäre es schön, wenn das Theme Responsive wäre.

Linktipp

Für die Recherche nach richtig guten Themes kann ich immer nur Themeforest empfehlen. Die Themes kosten erstaunlich wenig Geld und man bekommt sehr viel dafür.

Im nächsten Beitrag zeige ich euch meine Themeauswahl und werde direkt die Texte schick einbauen ;)


Kommentare

  1. Michael

    26. Juni 2013 at 09:18

    Noch ein Nachtrag bezüglich des WordPress Themes. Die meisten Theme Anbieter bieten eine Live Demo des Themes an. Hier kann man schön mit dem W3C Validator überprüfen, wieviele HTML Fehler das Theme beinhaltet. Und dabei trennt sich oft schon die Spreu vom Weizen. Ich habe teilweise frische Themes gefunden, die von Haus aus mit über 100 Fehlern (!!!) geliefert wurden.

    • Jens

      26. Juni 2013 at 09:18

      Danke, guter Tipp!

    •  
  1. Sebastian2K13

    26. Juni 2013 at 09:58

    Hi Jens, schön das es weiter geht

    Habe mal eine kurze Frage zu Themeforest. Kann man das eine Template, was man dort kauft, gleich für mehrere Seiten einsetzen oder muss ich für jede Domain eines extra kaufen bzw. sogar manchmal ein und dasselbe?

    Denn gerade bei Seiten, bei denen man nicht weiß, ob sie Erfolg haben werden ist es doch eine relativ hohe Investition. Daher habe ich bis jetzt immer auf Free-Templates gesetzt und die meinen Bedürfnissen angepasst.

    Beste Grüße und mach weiter so, macht wirklich Spaß deine Projektierung zu lesen! ?

    • Jens

      26. Juni 2013 at 10:11

      Habe gerad noch einmal nachgesehen. Die Regular License darfst du nur einmal verwenden. Die Extended, die sehr teuer ist, mehrfach.

      • Sebastian2K13

        26. Juni 2013 at 10:26

        Dankeschön für die rasante Antwort.
        Da lohnt es sich dann doch mehrfach die reguläre Lizenz zu kaufen.
        Sin da eigentlich auch deutsche Sprachpakete mit drin? Denn mit Englisch möchte ich meine Besucher nicht beglücken und so spart man sich das ggf. mühsame übersetzen.

        • Jens

          26. Juni 2013 at 10:57

          Die sind meist nur englisch. Aber übersetzen geht ja in der Regel schnell.

        • Michael

          26. Juni 2013 at 14:02

          Ich nutze immer das Genesis Framework, dass lässt sich unbeschränkt für so viele Webseiten nutzen wie man möchte.Ist ein Klasse Service mit tollen Themes. Deutsche Sprachdateien gibt es auch. Kannst dir gerne mal meinen Test des Frameworks auf Websitestartup anschauen

          • Jens

            26. Juni 2013 at 18:07

            Stimmt. Das Genesis FW ist auch sehr gut. Das besitze ich auch.

          •  
  1. Maik

    26. Juni 2013 at 18:21

    Hi, etwas konstruktive Kritik ist hoffentlich erlaubt. ?

    Es gibt ja mittlerweile eine Menge Seiten, auf denen sich die Ladezeit von Websites messen lässt. Sollte man hier und da evtl. auch einmal austesten. Negativ soll es sich angeblich ja laut Cutts noch nicht auf Rankings auswirken

    Die Ladezeit ist doch schon längst ein offizieller Ranking-Faktor (siehe hier) und wirkt sich stark auf’s Userverhalten aus. Und das Userverhalten wiederum spielt ja auch eine große Rolle.

    Hast du einen Link zu der Aussage von Matt Cutts?

    Manche Themes nutzen zum Beispiel H-Tags in der Sidebar. Das ist denkbar Suboptimal.

    H-Tags in der Sidebar sind doch üblich und meiner Meinung nach völlig passend und sinnvoll, solange die restliche Struktur der Webseite passt. Das ist sogar bei Amazon so und in deinem hier verwendetem Theme übrigens auch. ?

    Es gibt viele Themes, bei denen das Logo in einen H1 Tag gesetzt wurde. Das ist natürlich Mist.

    Für Unterseiten ja, aber für die Startseite kann das sinnvoll sein. Viele Themes und Websites nutzen dafür ja Image-Replacement-Techniken. Zum Beispiel Logo als CSS-Hintergrundbild + Haupttitel als h1, Untertitel als h2, Post-Überschriften und Sidebar-Überschriften als h3). Auf den Unterseiten kann man dann das Logo bzw. den Haupttitel und den Untertitel in p-Tags packen und die Überschrift der Unterseite als h1, wie du schon erwähnt hast. So mache ich das jedenfalls und ist meiner Meinung nach eine sehr sinnvolle Struktur.

    Bin gespannt wie es weiter geht.

    Btw: Da wir bei der korrekten Anwendung von HTML-Tags sind: Nicht wundern, dass ich die Zitate in i-Tags gepackt hab. Hier in den Kommentaren werden blockquote-Tags bzw. q-Tags anscheinend nicht richtig formatiert.

    • Jens

      26. Juni 2013 at 19:08

      Hallo Maik,

      zu Cutts: http://www.seo-united.de/blog/google/matt-cutts-wir-befinden-uns-in-einer-seo-ubergangsphase.htm
      Zitat: M. Cutts: Dafür, dass man eine schnelle Seite hat, bekommt man keinen Bonus. Seiten, die Ausreißer sind in dem Sinn, dass sie langsam sind, werden niedriger eingestuft. Wenn alles andere gleich ist, bekommt eine Seite, die zu langsam ist, eine niedrigere Einstufung.

      Aber wir ich im Artikel schrieb, es dürfte auf die Conversion gehen, wenn man eine zu langsame Seite hat.

      zu H Tags in Sidebar: Mit projektieren.de mach ich ja nicht gezielt Seo ? Hier schreibe ich ja nur meine Gedankengänge auf. Der Rest kommt von selbst. Viel ist hier nicht optimiert. Ich pers. finde es besser, wenn die Sidebar keine H Tags enthält.

      Und auch bei der Startseite sehe ich keinen Sinn, ein Logo in H1 zu packen. Das kann man immer über den Content oder den Titel der Seite machen. Ist vielleicht auch Geschmackssache. Ich habe lieber volle Kontrolle über diese Tags.

      Aber danke für deinen ausführlichen Beitrag!
      Gruß,
      Jens

      • Maik

        26. Juni 2013 at 20:41

        Hi, danke für die schnelle Antwort.

        Cutts: […] bekommt eine Seite, die zu langsam ist, eine niedrigere Einstufung.

        Das sagt ja schon alles. Viele Themes sind ja deutlich zu überladen.

        Mit projektieren.de mach ich ja nicht gezielt Seo

        Amazon schon. ?

        Und auch bei der Startseite sehe ich keinen Sinn, ein Logo in H1 zu packen. Das kann man immer über den Content oder den Titel der Seite machen. Ist vielleicht auch Geschmackssache. Ich habe lieber volle Kontrolle über diese Tags.

        In dem Fall wär das ja der Titel der Seite im ganz normalen h1-Tag. Nur, dass es mit CSS als Logo via Image-Replacement realisiert wird. Da hat man doch genau so die volle Kontrolle.

        Ich stimm dir zu – ist sicher Geschmackssache. Wär ja langweilig, wenn jeder die gleiche Meinung hätte.

      •  
  1. Timo

    26. Juni 2013 at 23:03

    Ich hau bei meinen Seiten immer den W3 Super Cache mit Minify drauf. Dann werden alle CSS und JS zusammengelegt in eine Datei. Aber kommt vielleicht ja noch in deinen nächsten Schritten

    • Jens

      27. Juni 2013 at 07:08

      Psssst

    •  
  1. Peter

    28. Dezember 2013 at 02:24

    Hallo Jens.

    Danke für die Erklärungen. Gerade als WP Neuling wäre mir nicht der Gedanke gekommen daß das Logo in H1 Tag verpackt sein könnte…

    Eine Frage habe ich zur Argumentationskette bezügl. Responsiv Design. Ich gehe doch davon aus, wir reden über Seiten, die Conversions erzeugen sollten. Ist es da wirklich ein „wichtiges“ Merkmal, daß jemand im Saturn die Seite abrufen kann? Wenn der Vor Ort steht, zeigt er ja, daß er sich um die Bewertung und den „Test“ vor Ort selbst kümmern will…. Diese Art von Kunde wird dann m.E.n. entweder im Markt selbst kaufen oder im Netz allenfalls noch Preissuchmaschinen bemühen. O’der sehe ich das ganz falsch?

    Aber generell bin ich auch der Meinung, daß responsive Design nicht verkehrt sein kann. Wobei aktuell wohl grade Amazon Deutschland noch Einschränkungen für mobile Seiten hat, wenn ich es richtig verstanden habe…

    Freundliche Grüsse und viel Erfolg weiterhin

    • Jens

      28. Dezember 2013 at 12:12

      Hi
      Es geht auch darum, dass man Abends auf der Couch via iPhone oder iPad mal eben was bestellt.
      Und Amazon – die haben ja auch ne App



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