In sechs Schritten zur erfolgreichen Minisite

Veröffentlicht am 04.01.2013, Beitrag von

 

In meinem aktuellen Tutorial (öffentliche Projektierung) zeige ich euch, wie man ich eine Keyworddomain im "ordentlichen Stil" projektiere. Hierbei lege ich sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit. Das Projekt soll einen Mehrwert bieten und es soll sich für andere Leute lohnen, auf meine Seite zu verlinken.

 

Da ich allerdings ebenfalls ein "Domainer" bin, besitze ich eine große Anzahl an Keyworddomains. Sollte ich all diese Domains bloß parken? Nein! Gerade im com net org Bereich lohnt sich Parking überhaupt nicht. Typeins sind Mangelware, also muss eine andere Lösung her, um wenigstens die Registrierungskosten einzuspielen. Was liegt da näher als die Erstellung von Miniseiten?
In einem früheren Artikel machte ich bereits darauf aufmerksam, dass man in eine Minisite gar keinen allzugroßen Zeitaufwand stecken muss. Man muss nicht wild Backlinks besorgen. Man stellt sie online und hat Geduld. Besagte Domain aus dem früheren Artikel ist nun auf Platz 3 und macht einen Amazonumsatz von durschnittlich 50€ pro Tag (Leider gibt es nur 5-6% Provision). Natürlich hatte ich mit dieser Domain Glück. Es gibt Domains, die wollen einfach auf diese Art und Weise nicht ranken - lasst euch davon nicht runterziehen. Hier entscheidet die Anzahl der Miniseiten - Quantität - dennoch sollte man sauber arbeiten.

 

Projektierung einer Domain zu einer Miniseite

In diesem Artikel stelle ich euch eine Herangehensweise vor, mit der man mit einfachen Mitteln und ohne großen Aufwand eine Domain zum Leben erweckt. Vorab: Miniseiten lohnen sich meiner Meinung nach nur, wenn es sich um eine Keyworddomain handelt und wenn das exakte Suchvolumen grösser als sagen wir 1000 ist. Man kann nicht alle seine Domains projektieren, also sollte man sich die schönsten heraussuchen. Es eignen sich immer Produktdomains. Gerade dank Amazon und vor allem dank des Rufs von Amazon sind die Besucher sehr "bestell-gierig". Man erreicht leicht eine gute Conversion.

 

1. Auswahl der Domain

In unserem Beispiel nehmen wir einfachheitshalber die Domain wlan-stick.org (Achtung: Die Domain ist nicht projektiert! Dieser Artikel behandelt nur die Theorie - derzeit läuft diese Domain wie viele meiner anderen Domains auf meinem selbst programmierten Content Parking). Die Domain hat gute Werte und es handelt sich um einen oft bestellten Online-Artikel. Nach "Wlan Stick" suchen monatlich in Deutschland exakt 12.100 Personen. Der Wettbewerb ist hoch, der CPC liegt bei etwa 50 Cents. Viel kann man auf den ersten Blick zu WLAN Sticks nicht schreiben, das macht die Sache der Miniprojektierung doch einfacher :)

Besitzt ihr keine Keyworddomains, so rate ich euch dringend, in welche zu investieren. Domains im Stil von wlan-stick.org gibt es meist für sehr wenige Euros. Manche sind sogar noch frei registrierbar - das Finden solcher Domains ist allerdings sehr aufwändig. Haltet bei Sedo Ausschau, sucht nach Festpreisdomains, oder schaut ins Portfolio vom Matthias - hier findet ihr sicherlich eine preiswerte, projektierbare Domain.

 

2. Content planen und beschaffen

Wenn ich von einem Produkt oder einem Thema keine Ahnung habe, so erübrigt sich ein Brainstorming. Außerdem möchte ich ja nicht allzuviel Zeit in solch ein Miniprojekt investieren. Also bleiben mir drei Dinge, die ich tun kann:

1. Keyword Tool

Ich schmeisse das Keyword Tool von Adwords an und schaue, nach was für Begriffen gesucht wird:
google-keyword-tool-wlan-stick
Hier findet man schonmal Futter für seine Seite. Man findet häufig gesuchte Hersteller, kann sich verwandte Begriffe anzeigen lassen, usw.
Hier schreib ich mir schon einmal ein paar Begriffe in meine Excel Tabelle. Zum Beispiel lege ich die Unterseite "WLAN Stick Hersteller" an. Eine Ebene darunter kommen dann die Marken (AVM, Hama, Digitus, ...).
Teil 1 der Seite wäre somit fertig und ich komme zu Punkt zwei der Recherche.

2. Erfolgreiche verwandte Seiten ansehen

Natürlich gucke ich links und rechts, um noch mehr Ideen zu bekommen, was auf eine solche Seite drauf muss. Stupide Hersteller runterleiern und dafür dann nicht interessante Texte zu schreiben, kann auf Dauer nicht bestehen. Also brauche ich Mehrwert. Und da gucke ich erst einmal, was andere so bieten. Google "Wlan Stick". Hier lasse ich die ganzen Shopseiten aus, und schaue lieber nach anderen Seiten. Die Seite wlanstick*com zum Beispiel ist eine ähnliche Miniseite, so wie ich sie haben möchte. An interessanten Themen finde ich "Vorteile eines Wlan Sticks" sowie "Empfangstechnik". Gute Punkte, die ich ebenfalls in meine Tabelle eintrage.
So lese ich mir einige interessante Seiten durch (das dauert maximal 10 Minuten), und finde heraus, dass ich außerdem noch die Empfangsstärken und Übertragungsarten anreissen sollte. Weiterhin sollte ich darauf eingehen, wie man so einen Stick installiert (in Verbindung mit einem Router zum Beispiel). Hier könnte man ebenfalls auf die einzelnen Betriebssysteme eingehen.

So, das reicht, genug gelesen. Kommen wir zu Schritt 3.

Tools anschmeissen!

Es gibt eine Menge Tools, die einem helfen, passende Keywords zu finden, auf die man sonst so nie kommt. Eines davon ist SECockpit (Partnerlink). Dies ist ein Tool der Firma Swissmademarketing. Es hilft mir dabei, Keywords zu finden, die thematisch auf meine Seite passen würden. Darüberhinaus wird mir direkt angezeigt, wie viel Aufwand eine etwaige Optimierung kosten würde. So werden zum Beispiel die Top 3 Ergebnisse auf ihre Stärke untersucht. Dann wird mir gezeigt, ob es sich lohnt, dieses Keyword mit aufzunehmen, oder ob man es besser lassen sollte. Mit diesem Tool lassen sich richtig gut Nischen finden. Oftmals sogar noch mit passenden freien Keyworddomains. Das Tool kostet mittlerweile übrigens 97 USD pro Monat. Bei häufiger Nutzung hat man dies schnell wieder raus. Ich habe dank des Tools eine Keyworddomain gefunden und projektiert, die spielt mir mittlerweile das doppelte monatlich ein.
secockpit-wlan-stick
Ich starte also eine Suche mit "Wlan Stick" und lasse mir Synonyme mit anzeigen. Schnell sehe ich, dass sich kein wirkliches Nischenkeyword finden lässt. Das macht mir aber nichts. In der Liste finde ich weitere Themen, die ich unbedingt mit aufgreifen sollte. So zum Beispiel "Wlan Stick Test", "Wlan Stick Reichweite erhöhen", "Wlan Stick wird nicht erkannt" und "Wlan Stick für Fernseher" (Samsung TV). SECockpit schätzt die Anzahl der Besucher, die, gute Metadescription vorausgesetzt, man auf den Top 3 Positionen erwarten könnte. Das sind alles nur Peanuts, aber auch das bringt Besucher und kann Geld bringen.
SECockpit Keyword Research Tool

 

Weiter gehts

Mit meiner Excelliste spiele ich nun ein wenig herum. Die letzten gefundenen Texte packe ich unter "WLAN Stick Ratgeber". Das wird eine Kategorie in Wordpress, dort kommen diese Texte als Artikel rein. Produkte, Hersteller und Co. werde ich später als Seiten einstellen.
Nun mache ich mir noch die Arbeit, und denke mir passende Synonyme oder Erweiterungen für jedes Keyword aus. So könnte man zum Beispiel bei dem Text über die Firma AVM auch das Wort "Fritz" mit einbringen. Bei "Wlan Stick Reichweite erhöhen" kann man mit reinnehmen: "Wlan Stick tunen", "WLAN Reichweite", "Wlan verbessern", "WLAN Stick zu schwach", und ähnliches. So kann man viel Longtail Traffic abgreifen. Wer hier keine Ideen hat: Keywordtool anschmeissen!

Für die Startseite nutze ich übrigens meist eine kurze Einleitung zur Seite und reiße in mehreren Abschnitten an, was der User auf dieser Seite finden wird. Entweder nutze ich hier Abschnitte, oder ich nehme Spalten, also so in etwa:
gliederung-startseite

Jetzt habe ich meine Excel Tabelle fertig und die Texte können in Auftrag gegeben werden.

Hier wähle ich, wenn ich a) gerade keine freien bekannen Texter / Textinen habe oder b) ich denke, dass sie keine Ahnung vom Thema haben, Textbroker. Hier mache ich überwiegend gute Erfahrungen. Ich habe selten Texte zurückgeben müssen. Es kommt natürlich stark darauf an, wie man seine Beschreibung wählt!
In meinem Falle wähle ich die Auftragsbeschreibung in etwa wie folgt:

Fachlich fundierte und nicht langweilige Texte zum Thema Wlan Stick benötigt.

Wenn du Ahnung vom Thema Wlan Sticks hast, keine reinen SEO Texte ablieferst, sondern immer im Hinterkopf behältst, dass der User diesen Text lesen, verstehen und gut finden soll, also Mehrwert für den User bieten kannst, bist du richtig!
Für ein neues Infoportal zum Thema Wlan Sticks benötige ich deine guten Texte! Jeder Text darf gerne bis zu 750 Wörtern lang sein, sollte aber mindestens 300 Wörter beinhalten. Auf Füllwörter stehe ich nicht. Genausowenig auf Keyword Stuffing. Schreibe also natürlich und achte nicht primär auf die Wortzahl. Sei kreativ und schreibe vor allem deine eigenen Texte!

Hier die Themen, die behandelt werden sollen:
1. Startseite (kurze Einleitung, 1-2 Absätze lang, was ist so ein Teil überhaupt und was macht es...Dann bitte die wichtigsten Themen (siehe Folgethemen) anreißen, je Thema ein kleiner Absatz.
2. WLAN Stick Hersteller (jeden Hersteller kurz anreißen, später wird auf die jeweilige Detailseite verlinkt)
2.a. AVM
.
.
.

 

So in etwa könnte eine gute Textbroker Beschreibung ausschauen. Habt ihr weitere Ideen, die unbedingt in die Beschreibung mit rein müssen, würde ich mich über Kommentare freuen.

Kosten Texte:

Bei einer Minisite nehme ich auch oftmals nur Stufe drei. Es ist halt wichtig, dass die Texte von jemandem kommen, der Ahnung von der Materie hat. Passt dann mal grammatikalisch nicht alles, so helfe ich gerne manuell nach. Lesen sollte man die eigenen Texte nämlich (ich kenne viele, die das nicht tun!).
Bei Stufe drei, ca. 10 Texte a 500 Wörter, die man schon für eine Minisite einplanen sollte, macht das ca. 75 EUR. Das Geld sollte man später locker wieder herausbekommen.

 

3. Seite aufsetzen

Sind die Texte nun fertig, oder wartet man auf die Fertigstellung dieser, so kann man sich mit dem Layout der Seite beschäftigen. Klar gibt man für kleine Minisites kein großes Geld aus. Oftmals hat man auch schon einen Stamm an fertigen Wordpress Templates, die sich flexibel dem jeweiligen Thema der Seite anpassen lassen.
Ich wähle meine Themes oft von Themeforest. Die Teile sind meist super, sauber programmiert, laden schnell und kosten kaum Geld. Meist sind die Templates bereits für Mobile Browser oder fürs Tablet optimiert. Darauf sollte man achten, möchte man diese Seite längere Zeit laufen lassen. Der Mobile- und Tabletmarkt wächst rasant.
Ich entscheide mich für meine Wlan Seite nun für das Theme Sahifa. Das ist schlicht, schön und lässt sich wunderbar anpassen. Kostenpunkt: 45 USD, also rund 34 EUR.
Soweit ich weiß, kannst du das Theme nun auch für weitere Minisites nutzen.

Lege dir eine Sammlung von kostenlosen und Premiumthemes an. So sparst du hinterher viel Zeit beim Suchen des passenden Themes für deine Seite.

Wordpress installieren

Hat man nun alles zusammen, wird Wordpress installiert. Bewährt hat sich bei mir folgende Konfiguration:

Wordpress Installation und nützliche Plugins

  • Startseite: Statische Seite (natürlich...)
  • Permalinks: /%category%/%postname%.html (ich stehe auf .html am Ende, aber das ist Geschmackssache)
  • SEO Plugin von Yoast installieren
  • wp-cleanumlauts2 installieren - schon wandelt Wordpress das ä in der URL automatisch in ae um (sonst lediglich in a)
  • html on pages installieren (ja ich stehe drauf :))
  • GD Star Rating installieren (voten kannst du und deine Besucher, GD baut dir automatisch Google Snippets ein. Die Sterne tauchen also in den Serps auf). -> Alternativ gibt es auch Plugins, mit denen du Reviews in die Serps bringen kannst. Das wäre bei einer Produkt Minisite natürlich auch sehr gut.
  • Möchtest du für deine Minisite zum Beispiel ein kleines Lexikon erstellen, so lohnt sich das Plugin AZIndex. Dieses Plugin erstellt aus Artikeln einer bestimmten Kategorie eine Art Sitemap. Sehr gut für ein Lexikon. Ich nutze das hier auch.

Anschließend installiere ich mein Theme, lade eventuell noch Logo und Favicon hoch, und bin mit diesem Schritt fertig.

 

Fotos oder nicht?

Je nach Thema der Seite mache ich mir nicht die Mühe und kaufe Fotos. Bei diesem Thema zum Beispiel würde ich keine Fotos, außer vielleicht für den Header, kaufen. Denn ich möchte später auf meine Amazon-Werbemittel aufmerksam machen. Da sind Fotos der Produkte bei, und die fallen dann ins Auge.
Plane ich dennoch, Fotos auf meiner Seite zu nutzen, so kaufe ich die meist bei Fotolia.

 

4. Onpage Optimierung

Nun sind die Texte fertig und ich beginne, diese einzustellen. Übrigens: Oft installiere ich Wordpress direkt unter dieser Domain und stelle in den Privacy Einstellungen ein, dass Google die Seite noch nicht indexieren soll. Ich arbeite also live an der Seite. Das bekommt eh kaum jemand mit, da eine .org Domain fast nie über Typeins verfügt. Ich finde das komfortabler, so sehe ich direkt, wie sich alles mit meiner Serverkonfiguration verträgt.

Habe ich die Texte eingestellt, so erstelle ich ein neues Wordpress Menü. Habe ich mehrere Hauptthemen, so erstelle ich mehrere Menüs. Nutzt man mehrere Menüs in der Sidebar, so ist dies meiner Meinung nach viel übersichtlicher. Ich nutze bei der Menüerstellung den Title Tag! Ich finde, das bringt etwas, zumindest habe ich immer ein gutes Gefühl dabei.

Die Seite ist nun fast fertig, schaut schon richtig gut aus. Nach einem Miniprojekt halt... Ein ganz wichtiger Punkt fehlt allerdings noch:

Interne Verlinkung

Jedes mal, wenn ich die Chance habe, sinnvoll auf eine andere Unterseite zu verlinken, so mache ich dies. Da ist es mir egal, wie der Linktext lautet, Hauptsache, der "Saft" fließt gut durch die gesamte Seite. Daher auch meine Idee mit der Benennung der wichtigsten Punkte von der Hauptseite. So kann man aus dem Content heraus gute und starke Links setzen.
Bei Miniprojekten in Nischenbereichen bringt die interne Verlinkung ungemein viel. Man wird viel weniger Backlinks benötigen.

 

5. Linkaufbau

Wie schon in früheren Artikeln erwähnt, benötigen Minisites, je nach Nische, nicht viele Backlinks. Man sollte mehr Energie in den Content (oder in die Planung des Contents) sowie in die Onpage Optimierung stecken. Nichtsdestotrotz braucht man den Ein oder Anderen Link.
Habe ich ein eigenes Netzwerk aus Miniseiten oder grösseren Projekten, oder haben Onliner-Freunde von mir eine passende Seite, so setze ich einen Link auf meine Hauptseite. Ich achte auf natürliche Linktexte. Ich muss nicht unbedingt "Wlan Stick" als Linktext nehmen. Der komplette Domainname ist möglich, ebenso wie "Infoseite rund um Wlan Sticks", o.ä.
Ich melde nun meine Seite bei newdy.org an. Nach hinten geht dieser Link bestimmt nicht los.
Habe ich einen oder mehrere Social Bookmark Accounts, packe ich meine neue Seite dort rein. Am besten nutze ich mister-wong.com - das ist wenigstens ein Bookmark Anbieter mit Daseinsberechtigung (oder so ähnlich).
Ich bitte andere Onliner Kollegen höflichst um einen Tweet, Share oder ähnlichem. Ich besorge mir ein paar +1 von Freunden. Umso schneller steigt meine Seite in den Google Index ein.

 

6. Tee trinken

Jetzt heißt es abwarten. Alle Schritte wurden halbwegs sorgfältig erledigt. Klar - es bleibt eine Minisite, da muss nicht alles perfekt sein. Aber das Fundament ist solide, und man sollte keine Bedenken haben, dass Google die Seite nicht mag - auch wenn nur wenig Content, einen Mehrwert sehe ich dennoch, da die Themen gut ausgearbeitet wurden und die Texte fachlich fundiert geschrieben wurden.

Möchtest du auch so eine Minisite bauen, habe unbedingt Geduld! Es kann Wochen dauern, bis deine Seite endlich in den Top 50 unter dem Hauptkey rankt. Es kann weitere Wochen dauern, bis sie weiter steigt. Manchmal geht es aber auch ganz schnell. Daher baue mehrere Seiten hintereinander - die Chance auf einen guten Treffer erhöht sich.

Counter einbauen?

Bei Minisites nutze ich keine Analytics. Das nutze ich nur bei Seiten, von denen ich mir verspreche, dass die mal größer werden. Für kleine Seiten nutze ich 4stats.de. Das ist ein schicker Counteranbieter, bei dem ich alle Seiten in einen Account packen kann. Mittlerweile ist er kostenpflichtig, aber ich bezahle für so etwas gerne. Außerdem gibt es eine iPhone App.

 

Fazit

Natürlich habe ich einiges an Zeit in die Minisite gesteckt, die rechne ich aber nicht mit ein. Mir geht es um reine "Materialkosten" - denn, wenn die Seite später einmal Geld einspielt, investiere ich da ja auch keine Zeit mehr rein.
Also habe ich neben dem Theme (34 EUR) noch die Texte (75 EUR) ausgegeben. Die Domain war ein Free Reg, also rund 10 EUR. Webspace habe ich genügend zur Verfügung. Aber ich rechne einfach mal die üblichen 1 € / Monat, also 12 EUR ein.

Somit kostete mich die Minisite ganze 131 EUR!

Ich habe letztens wieder eine Minisite aufgesetzt, die auch nach dem Weihnachtsgeschäft noch 4 EUR pro Tag einnimmt. So sind oftmals die Kosten nach nur wenigen Monaten wieder eingespielt.
Manche Seiten bzw. Domains sind "undankbar". Es kann vorkommen, dass sie einfach nicht ranken wollen. Aber mal ehrlich: So eine Seite, mit dem Content, bekommt man doch sicherlich jederzeit für 131€ wieder verkauft, oder?

 

The End

Ich hoffe, ihr seid beim Lesen nicht eingeschlafen und es war halbwegs informativ für euch. Gerne würde ich wissen, was ihr prinzipiell bei der Projektierung einer Minisite anders macht. Über eure Kommentare (auch Likes, Shares, +1 usw.) würde ich mich sehr freuen. Danke!

Euer Jens.


Kommentare

  1. Thomas

    4. Januar 2013 at 09:05

    Hey Jens,

    eine wirklich hervorragende Anleitung für das Projektieren von Minisites. Erkenne meine Vorgehensweise in den Worten wieder.  Trotzdem waren ein paar neue Tipps für mich dabei. Danke!

    Ich hatte das aber so verstanden, dass du die Seite auch wirklich so umsetzt. Wenn ich aber auf wlan-stick.org schaue, erkenne ich davon nichts. Warum?

    vg Thomas

    • Jens

      4. Januar 2013 at 09:11

      In diesem Artikel geht es nur um Theorie. Die Wlan-Stick.org habe ich ausgewählt, weil sie mir gehört und ich es so evtl. einmal später umsetzen kann.
      Eine „öffentliche“ Projektierung gibt es hier ja zur Zeit für die Akustikgitarre.de, auch wenn dies keine Minisite mehr wird.

      Gruß,
      Jens

      • Thomas

        4. Januar 2013 at 09:33

        ah ok, ich dachte, wenn du dir schon die Mühe der Planung machst und sogar schon Textpreise nennst, dass du es durchgezogen hast. Die öffentliche Projektierung ist nicht an mir vorbeigegangen, keine Angst ^^

      •  
  1. Sabrina

    4. Januar 2013 at 09:19

    Interessanter Artikel und vor allem hilfreich ? Mich würd interessieren, ob du die Videos für deine Seite selbst gedreht hast? Hast du das Gefühl, die Videos bringen mehr Traffic, dank YouTube?

    • Jens

      4. Januar 2013 at 09:23

      Hi,
      was für Videos meinst du?

        • Jens

          4. Januar 2013 at 09:53

          Oh sorry – Die Wlan Stick wurde hier nur in der Theorie projektiert. In Wirklichkeit läuft sie auf meinem eigenen Content Parking Programm. So sehen alle Seiten aus, für die ich momentan keine Zeit habe (z.B. auch die http://briefkaesten.org/).
          Sorry für die Verwirrung.

        •  
  1. André

    4. Januar 2013 at 09:38

    Hey,

    hat man es nicht grad mit den Keyword Domains schwerer seit dem Penguin?

    Mir scheint das so, nicht bei allen, aber bei den meisten, oder?

    Ansonsten ein tolle Artikel…

    Beste Grüße

    • Jens

      4. Januar 2013 at 09:52

      Das kann ich total verneinen  Siehe meinen Artikel /weblog/domains/keyworddomains-rocken-wohl-oder-wie-ich-in-4-monaten-fast-ohne-links-vorne-war/
      Das EMD Update kommt noch nach Deutschland, sicherlich wird es einige Seiten treffen. Aber baust du deine Website oder dein Miniprojekt solide auf, wird nichts passieren. Vor allem, wenn du dich in Nischen aufhältst.
      Mit dem Pinguin hat das alles aber nichts zu tun, denn dort geht es ja vermehrt um Keyword Stuffing und spammy Backlinks.

    •  
  1. Week in Search Woche 1 / 2013 SEO.SEM.GUERILLA.MARKETING.BLOG.SEONAUTEN

    4. Januar 2013 at 10:01

    […] projektieren und monetarisieren können, erläutert Jens Peterssen in seinen Beitrag auf projektieren.de . In sechs Schritten beschreibt er sein Vorgehen. Nach der richtigen Auswahl der Domain und damit […]

  1. Peter

    4. Januar 2013 at 10:03

    Sehr schöner Artikel. Gut beschrieben. Die meisten neuen Seiten ranken sowie so in den ersten 2 – 6 Wochen auf den ersten Plätzen bei google (Bonus) und fallen nach dieser Zeit wieder ab, so dass dann die Optimierungsmaßnahmen zum Tragen kommen.

    Peter

  1. Peer

    4. Januar 2013 at 11:16

    Was die Themes betrifft Zitat: „Soweit ich weiß, kannst du das Theme nun auch für weitere Minisites nutzen.“ muss ich dich leider enttäuschen: Themeforest schreibt dazu in den Lizenzen „Your use of the Work is limited to a single application.“ Oder interpretiere ich das falsch?

  1. tom

    4. Januar 2013 at 12:37

    genialer artikel.

    bin begeistert, dass solches wissen kostenlos geteilt wird. danke.

  1. Constantine

    4. Januar 2013 at 17:55

    Heyho, da hat sich das Warten schon wirklich gelohnt!
    Vielen Dank für den tollen Bericht und die ausführliche Beschreibung. Du tust also linkmäßig nur am Anfang etwas und gibst einen gewissen Anschub, danach packst du das Linkbuilding nicht mehr an und gibst dich mit Platzierungen deines hauptkeys auf Seite 2-4 zufrieden?
    Man bekommt doch dort, erfahrungsgemäß, kaum Traffic also auch kaum Provision?

    • Jens

      4. Januar 2013 at 18:20

      Ich gebe mich nicht unbedingt mit Platz 3 zufrieden, aber bei Keyworddomains mit hohem Suchvolumen kommt da richtig was bei rum.
      Und wer weiß, wenn die Seite trotz geringen Umfang einen Mehrwert bietet, springt vielleicht der ein oder andere freiwillige Link dabei raus.
      Und wenn das Thema derart lukrativ ist, kann man später ausbauen und so Angriff auf Platz 1 nehmen.

    •  
  1. Mike Hutner

    4. Januar 2013 at 22:11

    Sehr interessante Geschichte mit diesen Miniseiten, scheint als wäre das eine Alternative zu einem echten Projekt, in das man ja jede Menge Arbeit stecken muss, damit es nach vorne kommt und dann auch immer schön vorne bleibt. Mit der Akustikgitarre kann man sicher ein schönes Ranking erzielen, solange man auch dranbleibt,daher viel Erfolg.

  1. Thomas

    5. Januar 2013 at 10:58

    Hallo und herzlichen Dank für den Klasse Artikel.
    paar Fragen:
    – Bist du mit den Textbroker Texten immer zufrieden ?
    – gehört Facebook und Google+ für dich auch zu jeder Miniseite ?
    – Lässt du auf Miniseiten grundsätzlich interaktivität (sprich Kommentare zu ?)
    – Kannst du mal eine URL deiner fertigen Seiten nennen ?
    – Wieso wählst du in WordPress die URL Variante mit der Kategorie ? Insgesamt gute Erfahrungen gemacht ?
    Viel Erfolg mit deinen Miniseiten.

    • Jens

      5. Januar 2013 at 11:35

      Hi.
      1. Nicht immer. Aber wie im Text beschrieben: je besser das Briefing, umso größer die Chancen auf gute Texte.
      2. Nein auf Minisites nutze ich kaum Social Plugins. Und wenn ich für alles eine Seite anlegen müsste, würd ich im Chaos versinken.
      3. Kommentare habe ich meist abgeschaltet.
      4. Über erfolgreiche Minisites werde ich demnächst hier mehr schreiben. Dann werde ich ggf. auch Urls herausgeben.
      5. Mit gefällt diese Kombi bei Artikeln besser. So hat man immer noch die jeweilige Hauptkategorie in der URL.

      Gruß
      Jens

    •  
  1. Jochen

    5. Januar 2013 at 15:13

    Hallo, danke für die tolle Anleitung, zwei Fragen hätte ich noch:
    Di schreibst, dass Du eine statische Startseite hast, gibt es einen Grund warum Du nicht die klassische Blogseite nimmst?
    Kannst Du mir verraten, mit welchem Plugin Du dir gelben und blauen „Boxen“ hinbekommst?

    Vielen Dank
    Jochen

    • Jens

      5. Januar 2013 at 23:04

      Für so kleine Minisites nutze ich WordPress lieber als CMS. Also die Startseite lieber mit festem Content.

      Das mit den Boxen ist kein Plugin, dass ist ein Shortcode, der in diesem Template eingebaut ist

    •  
  1. andreas

    5. Januar 2013 at 15:32

    Na Holla,
    ein langer, doch äußerst gehaltvoller Beitrag!

    Frage1: Installierst Du WordPress ins Root oder in ein Unterverzeichnis?
    Frage2: Hand auf‘ Herz – wieviel Zeit benötigst Du von Idee bis zur laufenden Domain (Keyword-Recherche, Texter Briefing, Installation, Anpassung)?

    Ja – SECockpit ist empfehlenswertes Tool!

    Danke für diesen Einblick!
    andreas

    • Jens

      5. Januar 2013 at 23:05

      Hi,
      1. wieso sollte ich es in ein Unterverzeichnis installieren? Die Hauptseite soll doch direkt unter „domain.de“ gefunden werden…

      2. Das ist unterschiedlich. Manchmal dauert die Recherche länger, manchmal weniger lang. Es gibt Seiten, die waren in 2-3 Stunden „Nettozeit“ online.


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