Navigation

Halten Sie die Navigationsstruktur möglichst flach

Wie bereits im Rahmen dieses Lexikons angesprochen, tun sich die Roboter der Suchmaschinen deutlich schwerer mit Internetseiten, die über eine sehr tiefgehende und verschachtelte Navigationsstruktur verfügen. Sie werden Probleme dabei bekommen, alle Unterseiten zu erreichen und anschließend in den Index der Suchmaschine aufzunehmen.

Einer solchen Gefahr entgegenwirken können Sie durch eine möglichst flach gehaltene Navigationsstruktur. Konkret bedeutet das: idealerweise sollte jede Unterseite Ihrer Internetpräsenz mit maximal drei bis vier Clicks von der Startseite aus zu erreichen sein.

Leider lässt sich dies nicht immer mit einfachen Mitteln erreichen. Insbesondere bei Onlineshops ist eine solche flach gehaltene Struktur vielfach nicht möglich, weil die Produkte hier in viele Kategorien und diese wiederum in Unterkategorien eingeordnet sind. Mit einer flachen Struktur würde die gesamte Übersichtlichkeit nahezu verloren gehen.

Das Einzige, was Sie in diesem Fall tun können, ist das bereits beschriebene Anlegen einer Sitemap. Bringen Sie hier alle Links zu jeder einzelnen Unterseite Ihrer Internetpräsenz unter und erleichtern Sie es so dem Roboter der Suchmaschine, alle Seiten zu erreichen.

Sorgen Sie dafür, dass die Navigation hinter dem Textinhalt steht

Es hat sich bei Internetseiten eingebürgert, dass die Navigationselemente ganz oben links auf der Webseite platziert werden. Für den Besucher ist damit sofort ersichtlich, über welche Unterseiten die entsprechende Webseite verfügt.

Doch was für den Besucher vorteilhaft ist, kann für die Suchmaschinenoptimierung durchaus schädlich sein. Es ist zwar nicht erwiesen, jedoch vermuten viele Suchmaschinenoptimierer, dass es sich nachteilig auswirken kann, wenn die Navigation im Quelltext der Webseite vor dem eigentlichen Textinhalt steht.

Sie sollten daher dafür sorgen, dass der Quelltext so strukturiert ist, dass die Navigationselemente erst am Ende stehen. Um dies zu erreichen, gibt es mehrere Tricks. Die meisten Webmaster realisieren dies heute mittels einer ausgelagerten CSS-Datei. Es gibt darüber hinaus aber immer noch den guten alten Tabellentrick, mit dem sich die Navigationselemente ebenfalls im Quelltext weiter unten unterbringen lassen. Wenn Sie Interesse an dieser Vorgehensweise haben, geben Sie einfach „Tabellen-Trick“ in eine Suchmaschine ein. Sie werden umgehend die notwendige Anleitung dafür finden.

Verwenden Sie ausschließlich Textlinks

Es mag für Sie als Webmaster verlockend sein, Ihre Webseite durch grafisch aufgepeppte Navigationselemente zu verschönern. Der Besucher bekommt damit nicht einfach nur einen schnöden Link in Form eines Textes präsentiert, sondern einen grafisch ansprechend gestalteten Button oder ein ähnliches Navigationselement.

Für die Suchmaschinenoptimierung sind solche Spielereien allerdings eher schädlich als nützlich. Das Problem ist, dass eine Suchmaschine grafische Elemente nicht lesen kamen. Sie kann also nicht zuordnen, welchen Linktext das entsprechende Navigationselement enthält.

Wenn Sie partout nicht auf grafische Navigationselemente verzichten wollen, sollten Sie zumindest diese mit einem Alternativtext (das so genannte „alt“-Attribut) versehen. Wie das genau geht, erfahren Sie im Kapitel Bilder/Grafiken in diesem Tutorial.

Auch andere Effekte wie beispielsweise Java Skript, Imagemaps oder Flash-Elemente sollten Sie nicht für die Navigation auf Ihrer Webseite verwenden. Dies gilt insbesondere für die so genannten Hover-Effekte, bei denen das Navigationselement seine Farbe, Struktur oder Größe verändert, wenn der Besucher mit der Maus darüber fährt. Auf einer modernen Internetseite lässt sich ein solcher Effekt auch mittels CSS erzielen, was wesentlich suchmaschinenfreundlicher ist.

Zusätzliche Navigations Elemente

Um die Erreichbarkeit der einzelnen Unterseiten Ihrer Internetpräsenz zu verbessern, sollten Sie außer den üblichen Navigationselementen auch einzelne Wörter im Text jeder Unterseite entsprechend verlinken. Idealerweise verwenden Sie dazu ein Keyword, welches zur verlinkten Unterseite passt.

Daraus ergibt sich ein Vorteil sowohl für den Besucher Ihrer Webseite als auch für die Suchmaschine. Der Besucher kann, wenn er das entsprechende Wort liest, direkt darauf klicken und gelangt zu einer entsprechenden Unterseite, die genau dieses Thema behandelt. Der Roboter der Suchmaschine muss sich nicht auf die einzig vorhandene Navigation verlassen, sondern erreicht die entsprechenden Unterseiten auch über weitere, im Text befindliche Links. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe!

Überprüfen Sie Ihre Webseite auf tote Links

Von einem so genannten „toten Link“ spricht man dann, wenn dieser einen Fehler enthält und somit nicht auf die gewünschte Zielseite weiterführt. Der Besucher bekommt also in der Regel eine Fehlermeldung angezeigt, wenn er auf diesen Link klickt.

Dies ist sowohl für die Besucher Ihrer Internetpräsenz ärgerlich als auch für den Roboter der Suchmaschine, der dabei bei der Indexierung der betreffenden Seite ins Stocken geraten oder im schlimmsten Fall die Indexierung ganz abbrechen kann.

Sorgen Sie aus diesem Grund dafür, dass alle Links auf Ihrer Internetseite richtig gesetzt sind und zur gewünschten Zielseite führen. Damit Sie nicht jeden Link überprüfen müssen, können Sie dazu auch einen der im Internet erhältlichen Linkchecker verwenden. Dort geben Sie einfach die Domain Ihrer Webseite ein und das Programm erkennt dann selbstständig, wenn irgendwo auf der Webseite ein Link nicht funktioniert. Anschließend bekommen Sie dies als Ergebnis angezeigt.

Setzen Sie auf jeder Unterseite einen Link zur Startseite

Es ist eine Unart vieler Webmaster, dass diese von ihren Unterseiten keinen Rücklink zur Startseite der Internetpräsenz setzen. Dem Besucher wird es damit unnötig schwer gemacht, sich auf der kompletten Webseite zurechtzufinden. Man muss bedenken, dass nicht jeder Besucher über die Startseite auf die Webseite kommt.

Zusätzlich ist es im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung nachteilig, wenn nicht alle Unterseiten einen Link zur Startseite der Internetpräsenz beinhalten. Sorgen Sie also dafür, dass sich auf jeder Unterseite ein solcher Startseitenlink befindet. Einige Webmaster verlinken zusätzlich eine Grafik im Kopfbereich der Webseite - zum Beispiel das Logo - mit der Startseite. Auch dagegen ist nichts einzuwenden.

Nutzen Sie die Breadcrumb-Navigation

Wir haben bereits angesprochen, dass es bei großen und sehr tief verschachtelten Webseiten durchaus zu Problemen mit der Navigation kommen kann - und zwar sowohl bei den Besuchern als auch beim Roboter der Suchmaschine.

Eine Lösung für dieses Problem bietet sich an, indem Sie eine so genannte Breadcrumb-Navigation auf Ihrer Internetseite installieren. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Navigation, die üblicherweise oberhalb des eigentlichen Textinhaltes der Webseite in Form einer waagerechten Leiste eingeblendet wird.

Diese Navigation verfügt nicht über feste Elemente, sondern erweitert sich jeweils, je tiefer der Besucher in die Navigationsstruktur der Internetseite eindringt. Besonders häufig verwendet man diese Navigation bei Internetshops. Oft sind die einzelnen Produkte hierbei in so viele Kategorien eingeordnet, welche wiederum über übergeordnete Kategorien verfügen, dass sich der Besucher ohne diese Navigation hier hoffnungslos verzetteln würde.

Durch die Breadcrumb-Navigation sieht der Besucher auf jeder Unterseite, in welcher Ebene der Webseite er sich befindet und kann mit einem Klick alle übergeordneten Seiten beziehungsweise Verzeichnisse erreichen. Auch für die Roboter der Suchmaschinen ist dieses Element sehr hilfreich, da sie sich so besser in der verschachtelten Struktur der Webseite bewegen können.


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