Domain

Der eigene Domainname

Immer noch versuchen viele Webmaster, den einen oder anderen Euro dadurch zu sparen, dass sie keinen regulären Domainnamen (eine so genannte „Top-Level-Domain“) registrieren, sondern eine kostenlose Subdomain bzw. Third-Level-Domain für Ihre Webseite verwenden. Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die Beepworld-Mitgliederwebseiten, welche es zu Tausenden im Netz gibt.

Tun Sie dies auf keinen Fall. Zu jeder seriösen Internetpräsenz gehört eine eigene Top-Level-Domain! Sie kostet runde 10 bis 12 Euro im Jahr (bei manchen Domainendungen auch mehr), ist aber eine besonders wichtige Voraussetzung, um die Seite überhaupt effektiv für die Suchmaschinen optimieren zu können.

Die Domainendung

Für in Deutschland lebende Webmaster sollte es obligatorisch sein, eine .de-Domain für Ihre Webseite zu wählen. Lediglich dann, wenn Sie für das gewünschte Keyword beziehungsweise das Thema der Webseite auch nach längerer Suche keine freie .de-Domain mit einem sinnvollen Namen finden, sollten Sie auf eine andere Domainendung ausweichen.

Ohne Probleme funktionieren in Deutschland normalerweise auch .com, .org und .net Domains. Diese sind jedoch meist in ihren Gebühren etwas teurer als eine .de-Domain. Absehen sollten Sie dagegen von sehr exotischen Domainendungen, da diese in der Regel sehr teuer sind und es dadurch außerdem Probleme bei der späteren Suchmaschinenoptimierung geben könnte.

Keywords im Domainnamen

Der optimale Fall ist sicherlich, wenn Sie das Hauptkeyword Ihrer Internetseite direkt im Domainnamen unterbringen können. Nun sind aber heute fast alle Domains, die aus einem einzigen Hauptkeyword bestehen, bereits vergeben. In diesem Fall können Sie einen Zusatz oder ein zweites Keyword wählen und dieses durch einen Bindestrich vom Hauptkeyword in der Domain trennen.

Beispiel: Nehmen wir an, Sie betreiben eine Webseite zum Thema Aquarium. Da das Hauptkeyword als Domainname in diesem Fall mit hundertprozentiger Sicherheit schon vergeben ist, müssen Sie eine Kombination wählen. Denkbar wären zum Beispiel:

aquarium-ratgeber.de

mein-aquarium.de

aquarium-freunde-berlin.de

Achten Sie jedoch darauf, dass der Domainname noch halbwegs manierlich klingt und nicht lächerlich wirkt. Es würde beispielsweise kaum seriös wirken, einen Namen wie „aquarium-aquarien-fische-pflanzen-technik.de“ zu wählen. Hinzu kommt, dass in diesem Fall die Suchmaschine den Domainnamen durchaus als eine Ansammlung von Keywords erkennen könnte und die Seite deshalb schlechter bewertet.

Markennamen als Domain

Ein besonders heikles Thema im Internet ist die Verwendung von Markennamen in Domains. Hier können wir Ihnen nur strikt davon abraten, einen bekannten (oder auch unbekannten) Markennamen für Ihre Domain zu verwenden. Solche Marken sind gesetzlich geschützt und dürfen nicht einfach für Ihre persönlichen Zwecke verwendet werden. Tun Sie es doch, riskieren Sie eine teure Abmahnung mit eventuell folgendem Rechtsstreit.

Das gilt übrigens auch für Fantasienamen, die Sie sich ausdenken. Auch hier könnte es durchaus möglich sein, dass der gewählte Name bereits als Marke in Deutschland oder auch in einem anderen Land registriert ist. Wenn Sie also eine Domain verwenden, in der nicht nur so genannte generische Begriffe (wie beispielsweise Auto, Fleisch, Schmuck etc.) vorkommen, sollten Sie zunächst in der Datenbank des deutschen Patent- und Markenamts recherchieren, ob der betreffende Begriff vielleicht schon markenrechtlich geschützt ist. Sie finden die Webseite des Patent- und Markenamts unter www.dpma.de.

Darüber hinaus kann es auch problematisch sein, Markennamen in einer übermäßigen Anzahl im Textinhalt der Webseite oder auch in den Meta-Angaben zu verwenden. Die rechtlichen Bedingungen sind hier sehr spitzfindig und die Markeninhaber in der Regel besonders sensibel. Riskieren Sie demnach nichts und verwenden Sie Markennamen nur dann, wenn die rechtliche Lage eindeutig geklärt ist.

Eine Domain oder mehrere?

Die unterschiedlichen Webmaster haben ihre ganz eigene Philosophie. Viele setzen dabei darauf, für eine Internetseite gleich mehrere Domainnamen zu registrieren, dort jeweils die gewählten Keywords unterzubringen und dann auf die Hauptseite zu verlinken.

Wir halten allerdings relativ wenig von dieser Taktik. Einzige Ausnahme ist, wenn Sie beispielsweise ein paar so genannte Satellitenseiten aufbauen wollen, mit denen Sie später Links für Ihre Hauptseite tauschen können. In diesem Fall lohnt sich die Registrierung weiterer Domains. Für die Webseite selbst reicht dagegen eine einzige Domain, auf die Sie später alle Backlinks setzen lassen.

Auf jeden Fall sollten Sie es unterlassen, gleiche Textinhalte unter mehreren Domains zu veröffentlichen. Damit erzeugen Sie den so genannten „Duplicate Content“ (doppelten Textinhalt), der von den Suchmaschinen überhaupt nicht gerne gesehen wird. Empfindliche Abstrafungen Ihrer Webseite könnten die Folge eines solchen Vorgehens sein. Wenn Sie mehrere Domains registrieren wollen, müssen Sie also auf jeder dieser Domains eigenständige Inhalte platzieren.

Mit „www“ oder ohne?

Wenn Sie eine Domain registriert haben und dort eine Webseite aufschalten, haben Sie die Möglichkeit, diese Domain in der Browserzeile mit der Angabe „www“ oder ohne anzeigen zu lassen. Wenn Sie nichts unternehmen, wird die Internetseite unter beiden Angaben zu finden sein.

Erfahrene Suchmaschinenoptimierer gehen allerdings davon aus, dass, wenn eine Domain mit und ohne „www“ erreichbar ist, die Suchmaschine dies bereits als Duplicate Content werten könnte. Es ist zwar nicht bewiesen, dass dem so ist, allerdings sollten Sie kein Risiko eingehen und sich daher auf eine der beiden Versionen festlegen.

Haben Sie dies getan, müssen Sie nur noch mittels der „htaccess“-Datei für eine Weiterleitung von einer Domainform auf die andere sorgen. Eine solche Weiterleitung sieht folgendermaßen aus:

RewriteCond %{HTTP_HOST} ^ihre-website\.de$
RewriteRule ^(.*)$ http://www.ihre-website.de/$1 [R=permanent]

Wenn Sie diesen Text an Ihre Bedürfnisse angepasst haben, müssen Sie ihn auf Ihren Webspace hochladen und unter der Dateibezeichnung .htaccess als reine Textdatei abspeichern.


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