Geld verdienen durch Verkauf von Websites

Veröffentlicht am 13.02.2013, Beitrag von

 

Ab heute startet auf Projektieren.de eine neue Reihe. Viele kreative "Onliner" haben oft Spaß daran, neue Websites zu designen, zu programmieren oder für Suchmaschinen zu optimieren. Woran es oftmals hapert, ist die Monetarisierung solcher Seiten. Viele wissen gar nicht, was überhaupt möglich ist, welche Werbeformen und Partnerprogramme es gibt, oder wie man sie am besten einsetzt.

 

Eine ganz andere Form der Monetarisierung ist etwas für euch Kreative, die lieber neue Seiten bauen, um weiterhin Abwechslung zu haben.

 

Geld verdienen durch den Verkauf von Websites

Hast du eine Website gebaut, sie rankt recht gut und hat sicherlich einiges an Potential, aber du kannst dich mit dem Thema der Seite nicht hundertprozentig identifizieren, oder dir ist das updaten der Seite langweilig geworden, dann verkauf sie doch und baue mit diesem gewonnenen Kapital neue Seiten.
Es gibt zahlreiche Online Marketer, Seos oder auch richtige Endkunden, die einen angemessenen Preis zahlen werden, wenn die Rahmendbedingungen stimmen.

 

Vorteile des Verkaufs von Webseiten

Wenn es dir Spaß macht, Webseiten, sei es Minisites oder auch größere Sachen, aufzubauen, und diese nach ein paar Monaten auch noch über einen gewissen Wert (Wertfindung kommt weiter unten) verfügen, dann wird dir nie langweilig werden. Das ist doch auch schonmal ein Vorteil.
Ein weiterer Vorteil ist, dass du stets Werte aufbaust, die du fast jederzeit, mal besser mal schlechter, in bares Geld
umwandeln kannst. Steht also mal eine kurzfristige Investition an oder benötigst du dringend Geld, so kannst du meist in sehr kurzer Zeit eine oder mehrere Websites verkaufen.
Machst du dies öfter und besitzen deine Seiten eine gewisse Qualität, so wirst du außerdem automatisch einen kleinen Kundenstamm aufbauen.
Ich habe dieses Modell eine lange Zeit so betrieben. Mittlerweile kann ich, wenn ich einmal eine Seite verkaufen möchte, 2-3 Mails raussenden und bin mir sicher, das wenigstens ein "Stammkunde" Interesse haben wird. Stammkunden ziehe ich übrigens in der Regel vor, da ich hier weiß, das das Geld pünktlich kommt und die Übertragung der Seite kein allzu großes Hindernis darstellen wird.

 

Nachteile des Modells Geld verdienen durch den Verkauf von Websites

So schön sich die ganzen Vorteile anhören, es gibt natürlich auch Nachteile.
Zunächst einmal arbeitet man nicht gerade nachhaltig. Wir alle wissen: baut man eine neue Website mit der Absicht, einmal Geld mit ihr zu verdienen, so muss man viel Zeit einplanen und Geduld mitbringen. Im ersten Jahr geht meist noch nicht viel, denn man bringt die Seite ja vorsichtig und nachhaltig in die Serps. Verkauft man dann die Seite bereits nach ein paar Monaten, muss man jedes Mal von Neuem anfangen und wird sich kein konstantes, im Idealfall passives Einkommensmodell aufbauen können. Daher sollte man sich überlegen: Bekomme ich für meine kleine, neue Seite 2.000-3.000€, bringt mir das soviel? Oder investiere ich wenigstens in zwei bis drei Seiten mehr Zeit, in der Hoffnung, diesen Betrag nach zwei Jahren monatlich durch Werbeeinnahmen zu erzielen?

Des weiteren gibt es immer gute und schlechte Monate für den Verkauf von Websites. Während in der Vorweihnachtszeit sowie zu Jahresbeginn meist sehr gute Preise erzielt werden, herrscht jedes Jahr das bekannte "Sommerloch", in dem es sehr schwer ist, Seiten an den Mann / die Frau zu bringen. Möchtest du also Geld mit dem Verkauf von Websites verdienen, so baue doch in den Sommermonaten viele Seiten auf, manche gehen vielleicht so gut, dass du sie behalten möchtest - andere hingegen wirst du vielleicht im Herbst gut verkauft bekommen.

 

Wo kann ich meine Webseiten verkaufen?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Marktplätze, um den passenden Käufer für deine Website zu finden. Natürlich kommt es immer darauf an, welche Zielgruppe du erreichen möchtest. Während selbständige Webmaster oder SEOs den Preis oft stark nach unten drücken, könnte ein Endkunde eine perfekte Ergänzung seiner Hauptseite in deiner Seite sehen und einen mehr als akzeptablen Preis erzielen. Womit wir beim ersten "Verkaufsort" wären:

 

Verkaufshinweis auf eigener Website

Rankst du mit deiner Seite unter sehr starken kommerziellen Keywords weit vorne in Google, so kannst du eine Verkaufs-Unterseite anlegen. Eine Art Landingpage für den Verkauf dieser Website. Potentielle Mitbewerber schauen sich die Serps oft an, werden somit auch deine Verkaufsseite finden. Überzeugst du sie, zum Beispiel, in dem du davon schreibst, wie wertvoll thematisch passende Zubringer Projekte für das Hauptprojekt sein können, wird sich früher oder später jemand melden und dir hoffentlich einen guten Betrag bieten.

 

Websites über Ebay verkaufen

Mit Ebay und Verkauf von Websites und Domains wird immer etwas unseriöses verbunden. Das hat damit zu tun, dass sich hier eine Menge schwarzer Schafe tummeln, die auf einen schnellen Euro aus sind. So kommt es nicht selten vor, dass grottenschlechte Domains, meist noch Marken-beinhaltend, für sechsstellige Beträge angeboten werden. Ich mag ja keine Abmahnanwälte, aber hier könnten sie ruhig mal zuschlagen, da dies eine ganze Branche in Verruf kommen lässt.
Ebenso werden oft gerade eben fertig gestellte Projekte als DIE Geldmagneten verkauft. 5.000€ und mehr im Monat möglich! Schonmal jemand geschafft? ;)
Dennoch schauen viele Onliner bei Ebay nach interessanten Projekten. Aus der Vielzahl der schlimmen Angebote kann man mit dem geschulten Auge mittlerweile die vermeintlich soliden Angebote ausfindig machen. Dementsprechend solltest du in deinem Titel sowie in der Angebotsbeschreibung nicht übertreiben, sachlich und realistisch bleiben, Zahlen und Fakten liefern. Dann kann das was werden mit dem erfolgreichen Verkauf deiner Website über Ebay.

 

Verkauf der Website über Foren

Hier gibt es sicherlich eine ganze Menge an Foren, in denen man seine Website verkaufen kann. Consultdomain.de zum Beispiel besitzt ein solches Unterforum. Jedoch gehören Foren meiner Meinung nach der Aussterbenden Art an. Man muss schon eine Menge Glück und Timing haben, dass gerade ein Interessent vorbeischaut und deinen Thread unter all den Schrottangeboten ausfindig macht.

 

Verkauf der Website via Facebook

Ja, Social Networks können geschäftlich richtig gut genutzt werden. Gerade über Facebook mache ich immer häufiger gute Erfahrungen. Der Käuferkreis ist allerdings hier sehr begrenzt. 
Bei Facebook gibt es mittlerweile ein paar Gruppen, in denen sich Domainer, SEOs oder andere Online Marketer tummeln, die immer auf der Suche nach Projekten sind. Hast du also etwas zu bieten, so kannst du es in den jeweiligen Gruppen anbieten. Ich konnte in diesem Jahr diverse kleinere Projekte zu akzeptablen Preisen (für beide Seiten, wie ich finde) verkaufen.

 

Sonstige Möglichkeiten, die Website zu verkaufen

Hier und da gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel gibt es Mabya - einen Marktplatz extra für Webprojekte. Allerdings werden solche Marktplätze noch nicht allzu gut besucht, so dass dir potentielle Interessenten durch die Lappen gehen könnten. Aber wenn Zeit da ist, das Projekt dort einzustellen - wieso nicht?

Weiterhin besteht die Möglichkeit, auf Plattformen wie Xing einen passenden Käufer für seine Seite zu finden. Auf Xing tummeln sich eine Menge "Entscheider", und wenn man vorsichtig fragt, kann man durchaus ins Geschäft kommen. Aber Achtung: Ist dein Projekt nicht gut genug für eine "Spam"-Email an potentielle Interessenten, so kannst du ganz leicht Ärger mit Xing bekommen.

 

Welchen Wert hat meine Website?

Das ist natürlich die wichtigste Frage. Wir alle wollen das Maximum aus dem Verkauf herausholen. Oftmals spielen persönliche Werte eine Rolle, die der Gegenüber eventuell nicht versteht.So versteht so mancher SEO nicht den Wert einer generischen Keyworddomain und ist nicht bereit, einen Aufschlag hierfür zu zahlen. Ich bin da natürlich anderer Meinung.
Meiner Meinung nach spielen auch die monatlichen Einnahmen eine nur untergeordnete Rolle. Ein Projekt wurde erschaffen, mit viel Mühe. Es wurde eine sorgfältige Keywordanalyse gemacht, ein Design wurde umgesetzt oder zumindest angepasst. Texte wurden in Auftrag gegeben - und die sind auch noch hochwertig und bieten einen Mehrwert für den User. Rankings wurden erzielt, diese bringen bereits gute Besucher auf die Seite. Es wurde sich um gute Backlinks gekümmert, die bei einem seriösen Projektverkauf bestehen bleiben!

All diese Dinge spielen in meinen Augen eine große Rolle. Aus diesem Grunde würde ich zum Beispiel kein Projekt mit einer Keyworddomain, die ein exaktes Suchvolumen von sagen wir 10.000 hat sowie unter dem Key vorne rankt, für einen dreistelligen Betrag verkaufen, egal, wie wenig Content erst drauf ist.

Man sollte also idealerweise einen Interessenten wissen, der weiß, was er mit dieser Website vor hat und somit erkennen oder erahnen kann, was damit alles möglich ist und welcher Aufwand bereits betrieben wurde. Er sollte mit einberechnen, wie lukrativ die Nische oder Branche ist, um abschätzen zu können, was für monatliche Einnahmen realistisch sind. Hat man so einen Interessenten gefunden - und glaubt mir, davon gibt es viele im Netz - kann man einen sehr guten Preis erzielen. Und der Gegenüber wird genau so zufrieden sein wie du und sich eventuell sogar zum Stammkäufer entwickeln :)

 

Viele Leute kaufen ja Internetseiten nur nach X Monaten Einnahmen. Wie handhabt ihr das? Ist das fair? Oder gibt es noch einen komplett anderen Weg, sein Projekt bepreisen zu lassen? Ich freue mich über eure Meinungen.


 

Kommentare

 

  1. Andreas

    14. Februar 2013 at 19:37

    Also ich suche gerade Käufer für http://www.wohnzimmermoebel.org – esszimmermoebel.org und für probefahrtangebote.de wenn jemand Interesse hat bitte mail an anfrage@webliftmedia.de

 

    • Jens

      14. Februar 2013 at 19:40

      Hallo Andreas,
      von dem Kanal projektieren.de als Verkaufsplattform wusste ich bis eben gar nichts

 

    •  

 

  1. Thomas

    15. Februar 2013 at 08:40

    Hallo Jens,
    danke für die Übersicht. Ich quäle mich auch grad mit den Gedanken mich von ein paar Projekten zu trennen – Aber es tut noch zu sehr weh ?
    Im Ernst, ich hätte schon längst welche verkauft aber i-wie gefällt mir keine der Plattformen!
    Mabya kannte ich noch nicht, deshalb werde ich mich da mal umschauen.
    Hast du da selbst schon Erfahrungen gemacht??

    Bei eBay gibts wirklich eine Menge Schrott jedoch konnte ich voe gut 2 Jahren dort eine „Idee“ aufgreifen (Nische) und erfolgreich umsetzen!
    Kommt halt drauf an was man daraus macht…
    Grüße
    Thomas

 

  1. Andreas

    15. Februar 2013 at 08:40

    Hey Jens ich fand es einfach sehr Themenrelevant  und wollte den Lesern noch eine Möglichkeit aufzählen.

 

  1. Nico

    16. Februar 2013 at 15:42

    Über ebay hat es bei mir nicht geklappt. Vielleicht war das Projekt noch zu „klein“ oder falsches Thema^^

 

  1. Ralf

    16. Februar 2013 at 21:41

    Hallo Jens, Du empfiehlst, einige Projekte auszubauen und zu behalten, damit sie dann, ohne weitere Arbeit reinzustecken, Geld einspielen. Steckst Du dann auch keine Arbeit mehr in die zugehörigen fbook- und goggel-Seiten? Kann man die dann brach liegen lassen?

 

    • Jens

      17. Februar 2013 at 10:07

      Hi.
      Solche Projekte, die kaum bis keine Pflege brauchen, besitzen keine eigene Facebook Seite o.ä.
      Daher braucht man sich darüber keine Gedanken zu machen.
      Projekte, die wirklich richtig gut laufen oder unendlich viel Content hergeben, werden natürlich stetig ausgebaut, und somit erhalten Facebook Seiten und Twitteraccounts auch immer ihre Updates.

 

      • Ralf

        17. Februar 2013 at 12:06

        Vielen Dank, hab’s kapiert! Einen Tipp als Dank von mir: Lass doch wenigstens mal am Sonntag den Rechner aus

 

        • Jens

          18. Februar 2013 at 08:29

          Das war nicht der Rechner sondern das iPhone

 

        •  

 

  1. Alexander

    21. Februar 2013 at 21:50

    Es ist schönes Gefühl, wenn man mit seinem Domains einfach nur arbeitet, anstatt zu warten, bis jemand auf die Idee kommt, die Domains zu kaufen.

 

  1. Kurt Waldmeier

    29. Oktober 2013 at 12:58

    Websitemarktplätze gibt es in der Tat noch nicht so viele (und vor allem gute) in Deutschland, ich habe deswegen die Websitebörse gegründet: http://websiteboerse.de/

    Innerhalb von einem guten Jahr ist sie schon gut gewachsen, es lohnt sich also für euch eure Website dort zu inserieren. Mittlerweile werden weit mehr Websites als bei Mabya oder Sugox dort inseriert. Das Inserieren ist aktuell noch kostenlos, ihr könnte also nichts verlieren ?

 

  1. Steffen

    24. November 2013 at 09:45

    ich versuche schon seit längerem meinen Blog auf http://www.Ebookonlinebestellen.de zu verkaufen aber die Angebote sind zu niedrig. Habe monatliche Einnahmen von 20€ und das für’s nix tun.
    Außerdem ist viel zeit in den aufbau geflossen.

 

  1. Klaus

    24. Februar 2014 at 11:20

    Hallo Leute,
    hier einmal meine Meinung. Kauf – Verkauf von Webprojekten.
    Es ist echt schwierig ein Projekt zu verkaufen. Die Hauptfrage an erster Stelle, „….wieviel kann ich denn damit verdienen …“ Das verdienen mit „dienen“ zu tun hat, ist meistens nicht geklärt.
    Ich jedenfalls habe es bei Google versucht, da hat sich dann jemand gemeldet, der fleißig geboten hat und dann zum Schluß den Zuschlag bekommen hat, aber wie sich herrausstelle dann Teilzahlung (bei einem Webprojekt) machen wollte und aber alle Daten für Backend und Server im voraus haben wollte?? Es ist wirklich schwierig ein Webprojekt zu verkaufen. Die Herstellungskosten werden sowieso nicht eingespielt.
    Ich habe ein aktuelles Projekt, welches ich abgeben möchte: http://www.dating40.de
    Aber bisher hat es nicht geklappt. Da sehr viel Hirn drinn steckt möchte ich es auch nicht zum Sonder-Super-Dampingpreis verramschen.
    Wie gesagt es ist schwierig.


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