Geld verdienen durch Google Adsense

Veröffentlicht am 26.02.2013, Beitrag von

 

In meiner Reihe Geld verdienen im Internet zeigte ich euch im ersten Artikel, wie man durch den Verkauf von Projekten Geld verdienen kann. Als zweiten Teil habe ich mir Google Adsense vorgenommen.

 

Adsense ist eine tolle Sache. Hier muss man nicht nach passenden Partnerprogrammen recherchieren oder potenzielle Sponsoren anschreiben. Seite bauen, warten, bis genügend Traffic da ist, Anzeigen einbauen, Geld verdienen.Klingt einfach, ist es aber nicht :)

Google Adsense ist dennoch sehr praktisch. Nicht immer findet man für seine Seite ein passendes Partnerprogramm, oder das Partnerprogramm konvertiert einfach nicht. Da wäre es doch eine tolle Sache, wenn man Werbemittel einblenden kann und schon für einen Klick auf dieses Mittel Geld verdient. Dank Googles großem Werbenetzwerk ist die Nutzung von Adsense mittlerweile gang und gäbe. Zahlreiche Webmaster verdienen hiermit ihr Haupteinkommen. Doch ist das wirklich eine gute Sache?

 

Google Adsense als Haupteinnahmequelle - Achtung Gefahr!

Wir alle kennen Google. Wir alle mochten Google stets. Auch diverse Updates in den Serps konnten unserer Liebe nichts anhaben. Doch gerade in letzter Zeit zeigt sich Google immer skrupelloser. Sei es durch die neue Bildersuche oder die ganzen neuen Widgets, die für den Surfer toll sind, für die, die aber bisher damit ihr Geld verdient haben, tödlich sind.
Ebenso kann es im Google Adsense Netzwerk sein. Verstößt du auch nur versehentlich gegen die Google Richtlinien, kann es dir passieren, dass Google dir von einem Tag auf den anderen den Account zumacht. Ohne Begründung - mit Einhaltung des gesamten Geldes. Kontakt zu Adsense Mitarbeitern erhältst du kaum, konkrete Gründe erfährst du nie, einen Weg zurück gibt es eigentlich ebenfalls nie. Im Netz gibt es viele weitere Webmaster, die sogar von Willkür sprechen und sich keiner Schuld bewusst sind.
Nunja, wie dem auch sei - setzt du Adsense als Geldeinnahmequelle ein, sei dir stets bewusst, dass die Sache auch ein plötzliches Ende haben kann, teste Alternativen, versteife dich nicht zu sehr auf Google!

 

Was kann man mit Adsense verdienen?

Bei Google Adsense wirst du für jeden Klick, den du zum Advertiser generierst, belohnt. Je nach Thema erhältst du sogar mehrere Euros pro Klick, doch das ist schon sehr, sehr selten geworden. In der Regel, mit einem Mix aus verschiedenen Seiten, wirst du dich bei 15-20 Cents pro Klick einpendeln.

Je mehr Google Ads du einblendest, umso mehr Advertiser (die Google ja aus seinem Adwords Netzwerk holt) tauchen auf deiner Website auf. Da Google Adwords ein Bidding Netzwerk ist, bei dem derjenige auf Platz 1 am meisten pro Klick zahlt, kann es also sein, dass viele Leute auf deiner Seite auf die "unteren" Advertiser klicken und du somit nur sehr wenig pro Klick erhältst. Klicken viele auf die erste "Ad", so wirst Du mehr bekommen. Finde also den richtigen Mix aus Anzahl Ads und Klickfreundlichkeit. Weniger kann hier mehr bringen.

 

Welche Werbeformen gibt es?

Google Adsense bietet mittlerweile eine große Anzahl an verschiedenen Werbeformen. Sämtliche Formen findest du hier. Ganz neu ist das Format 300x600 - Large Skyscraper. Da passt eine Menge Werbung rein. Außerdem ist diese Form noch sehr neu für den Besucher, der eventuell Standard Ads bereits erkennt und nicht mehr darauf klickt.
In die Ads tauchen je nach Wunsch entweder Textanzeigen, bestehend aus Titel, Beschreibung und URL auf, oder aber auch Banner, sogenannte Display Ads. Weiterhin gibt es mittlerweile sogar Video Ads und Mobile Anzeigen. Nicht zu unterschätzen sind aber auch nach wie vor die guten, alten Linkblöcke. Die Text-Werbeformen lassen sich farblich perfekt an dein Webseitendesign anpassen.
Hier musst du einfach selbst ausprobieren, was auf deiner Seite am effektivsten ist. Ohne A/B Tests kommst du hier sicherlich nicht weiter.  Dennoch gibt es ein paar Tipps:

Wo sollten Ads eingeblendet werden?

Ads in der Sidebar kommen eigentlich gar nicht mehr gut an. Jeder Besucher erkennt sie sofort und klickt selten. Daher ist es immer ratsam, die Ads vom eigentlichen Content "umfließen" zu lassen. Packe einen 300x250er Text oder Display Block links- oder rechtsbündig in den Content. Der Besucher könnte hier also weiterführende Informationen erwarten und wird vielleicht drauf klicken.
Blöcke in diesem Format kannst du auch gut an das Ende deines Textes packen. Hier wählst du aber lieber nur Textanzeigen.

 

Wie groß muss die eigene Seite sein, damit Adsense sich lohnt?

Auch hier kommt es immer auf das Thema an. Fakt ist: Mit Adsense kann man nicht mehr so viel verdienen, wie früher. Früher reichte eine Minisite mit 50 Besuchern am Tag, um wenigstens 100€ im Monat einzunehmen. Das ist heutzutage schwieriger.  Es kommt also immer darauf an, was du dir für Ziele setzt. Ich persönlich setze Adsense nicht mehr auf Seiten ein, die unter 200-300 Besuchern am Tag haben. Manche Webmaster setzen ihr Limit sogar noch höher an.

 

Muss ich sonst noch etwas beachten?

Ja! Wie oben beschrieben, halte dich so gut es geht an die Google Richtlinien. Früher, als Adsense immer größer wurde, schossen die SEOs ihre Minisites ins Netz, vollgepflastert mit Adsense Blöcken. Solche Websites nennt man MFA - Made for Adsense - und Google reagiert mittlerweile sehr empfindlich auf die Art von Seiten.  Hast du also eine kleinere Seite, sieh zu, dass sich deine Werbung dezent zurückhält.

Wenn du noch keinen Google Adsense Account hast, so musst du zur Anmeldung eine "vorzeigbare" Website angeben. Ist diese Seite nicht ordentlich oder zu klein, so kann es durchaus sein, dass du abgelehnt wirst.

 

Fazit

Wie ihr aus diesem Artkel rausgehört habt, bin ich nicht mehr so begeistert von Google Adsense. Das liegt daran, dass ich selbst einmal Probleme mit dem Programmbetreiber hatte, und am eigenen Leib erfahren habe, wie es ist, wenn ein relativ großer Umsatz von heute auf morgen wegbricht (und das wegen einer Lapalie - aber mit Google konnte man ja nicht reden...). Das hat mir gezeigt, dass man nie alles auf eine Karte setzen sollte.
Adsense ist eine richtig tolle Sache, unkompliziert und flexibel, sofort einsetzbar - aber man sollte sich an die Richtlinien halten und auch immer mal andere Sachen ausprobieren. Auch ich habe eine zeitlang nicht geglaubt, dass es andere Werbemöglichkeiten für Websites gibt, mit denen man gutes Geld verdienen kann - aber die gibt es...


Kommentare

  1. tom

    26. Februar 2013 at 11:50

    und mit welchen werbeformen verdienst du gerade am besten ?

    • Jens

      26. Februar 2013 at 11:57

      Zur Zeit am meisten mit Amazon Partnernet. Die Leute haben eine geringe Hemmschwelle, wenn es ums bestellen bei Amazon geht.
      Und je nach Besucher besteht die Chance auf einen recht großen Warenkorb.
      Aber zu Amazon werde ich noch etwas schreiben demnächst.

      • Christian

        6. März 2013 at 21:23

        Übrigens könnte dich amazon genauso aus dem Partnerprogramm werfen. Kommt auch vor, wie ich schon gelesen habe.

        • Jens

          7. März 2013 at 11:40

          Habe ich auch schon gelesen.
          Aber dann kann man immernoch auf herkömmliches Affiliate setzen. Die Produkte bietet auch Otto und Co an und die sind auch vertrauenswürdig.

        •  
  1. Johann

    27. Februar 2013 at 07:28

    Hi
    mich würde interessieren, warum man Adsense erst ab 200 – 300 Besuchern einsetzen sollte.

    • Jens

      27. Februar 2013 at 08:16

      Weil ich denke, dass unterhalb dieser Grenze nur ein paar Cents verdient werden – natürlich abhängig vom Thema.
      Willst du also Geld verdienen, brauchst du massig solcher Seiten.
      Und auf jeder Seite wüsste google, dass sie zu dir gehört. Je nachdem wie deine Linkstrategie ist, könnte sich das natürlich irgendwie negativ auswirken.

      Also lieber ein paar wenige gute Seiten. Und bei anderen nutzt du halt etwas anderes. Google muss ja nicht alles über dich wissen

    •  
  1. Johann

    1. März 2013 at 12:37

    Hi,
    noch eine Off Topic Frage, die aber bestimmt noch andere interessiert:
    Mit welchem Programm hast Du die ADS Grafik erstellt?

    • Jens

      4. März 2013 at 07:58

      Die habe ich bei Fotolia gekauft.

    •  
  1. Julian

    9. April 2013 at 10:02

    Schöner Artikel! Aber wie es scheint, bemüht sich Google seit einigen Wochen um mehr Transparenz und um einen Dialog zu den Publishern. So kann man mittlerweile auf verschiedenen Wegen Kontakt zu den Google Mitarbeitern aufnehmen und soll – angeblich – auch zeitnah eine brauchbare Antwort auf ein Problem bekommen. Ich selber habe das noch nicht getestet, finde aber dass dies ein längst überfälliger Schritt seitens Google war.

  1. Sebastian

    24. April 2013 at 17:56

    Schöner Artikel.
    Ich bestreite seit 2008 mein Lebensunterhalt von Adsense.
    Habe mehrfach schon Stress gehabt, aber immer auf dem Mail weg und nie wurde der Account direkt gelöscht. Denke hierbei werden nur kleine, nichts bringende Publisher gemeint.

    • Jens

      25. April 2013 at 06:56

      Hallo Sebastian.
      Also ich weiß von Accounts, die im guten vierstelligen Bereich verdient hatten, und dann einfach gesperrt wurden. Kein zurück, Ende, Aus.

    •  
  1. Siegmar

    29. Januar 2014 at 23:31

    Hallo Jens,

    wie Du weißt, bin ich auch ein großer Freund von AdSence- Projekten. Im Vergleich zu Amazon, … Projekten muss man halt dem Leser „nur“ einen Klick auf eine Werbefläche „verkaufen“. Er selbst braucht seinen Geldbeutel nicht aufmachen, bevor man selbst eine Provision verdient. Und das finde ich einfach genau so cool wie die Lead- Geschichte z.B. aus dem Versicherungsbereich. Da muss der User auch nur einen Vergleich anfordern, und schon gibt’s eine Provision.

    Nun, aber wie Du bereits geschrieben hast, ist es sicher richtig, dass es gefährlich ist. Vor allen Dingen, wenn man sein Geschäft nur auf eine Säule aufbaut. Daher versuche ich das ganze auch immer von den Systemen er etwas zu mischen.

    Gruß
    Siegmar



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